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Covid-19 / Coronavirus - Status / Tipps

Lockerungen auf einen Blick

  • Ab Mai sind die Büros der Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe wieder besetzt.
  • Einzeltermine können wieder stattfinden: das heißt Beratungen und Testungen.
  • Wir bitten die Klienten eigene Mund-Nasenmasken mitzubringen!
  • Bitte vorab Kontaktaufnahme mit der jeweiligen Demenzservicestelle. Kurzfristige Änderungen sind durch diese Ausnahmesituation jederzeit möglich.
  • Noch keine Gruppentrainings.
  • MAS Notfalls-Initiative „Wir sind für Sie da“ zum nachlesen.

Hier können Sie im Detail nachlesen

 

 

MAS Notfalls-Initiative - Gemeinsam durch die Krise - Krisentipps

 


Der letzte Krisentipp wurde am 17.05.2020 veröffentlicht. Hier finden Sie nochmals alle zum Nachlesen!

Tag 52 - 17.05.2020 - Die MAS Alzheimerhilfe sagt DANKE!

MAS Krisentipp, Michael Buchner, Leitung Marketing, Presse, Fundraising, MAS Alzheimerhilfe

Wir haben am 27.3.2020 die Initiative der MAS Tagestipps gestartet. Heute bekommen Sie unseren letzten Tipp. Das Team der MAS Alzheimerhilfe bedankt sich recht herzlich dafür, dass Sie diese Tipps so gut an- und aufgenommen haben. Unser Ziel war es, ihnen eine Auswahl zu bieten, wie sie gemeinsam durch diese schwierige Zeit kommen und eine gute Zeit haben.

Kommen Sie noch gut durch diese Zeit. Bleiben Sie gesund. Wir bleiben weiter für Sie da!


 

 

 

 

Tag 51 - 16.05.2020 -
Pflegende/Begleitende Angehörige haben mehr DANK verdient!

Mag.a (FH) Edith Span, Geschäftsführerin der MAS Alzheimerhilfe

Pflegende/Begleitende Angehörige haben mehr DANK verdient!

8 von 10 Menschen mit Demenz werden zu Hause betreut, in der Familie. Rund um die Uhr. Sieben Tage in der Woche. Dies stellt pflegende/begleitende Angehörige vor permanent neue Herausforderungen und oft psychische, körperliche aber auch finanzielle Probleme. Das führt in vielen Fällen zu totaler Überlastung. Nicht umsonst heißt es: Alzheimer ist auch die Krankheit der Angehörigen.

Aber bitte lassen Sie es nicht so weit kommen.
Entlastung ist wichtig!

„Ich möchte Angehörige, die zu Hause betreuen, daher aufmuntern, sich Wissen anzueignen, sich hineinzufühlen und sich gebührend Zeit zu nehmen, um den Alltag gemeinsam zu meistern. Und ich möchte Angehörige ermutigen, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen, zu respektieren und sich zum richtigen Zeitpunkt Hilfe zu holen. Einem Menschen mit Demenz kann es nicht gut gehen, wenn es seinem Angehörigen schlecht geht." Es ist wichtig, sich professionelle/private Unterstützung zu holen und sich Pausen und Erholung zu organisieren und damit zu gönnen.

Wir, von der MAS Alzheimerhilfe, bieten folgende, konkrete Hilfestellungen in all unseren Demenzservicestellen (Bad Ischl, Braunau, Gmunden, Micheldorf, Linz Nord/Urfahr, Rohrbach, Ried/I.) an:

  • Langfristige, regelmäßige Unterstützung
  • Beratung: Umgang mit Menschen mit Demenz, Entlastungsmöglichkeiten, Literatur, Unterstützung in sozialrechtlichen Fragen (Pflegegeld, Erwachsenenschutzrecht,…)
  • Vernetzung zu anderen sozialen Einrichtungen
  • Vortragsreihe in 4 Modulen: grundlegende Informationen, Kommunikation mit Betroffenen, Unterstützungs-und Entlastungsangebote sowie Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Angehörigentreffen: Erfahrungsaustausch
  • Entlastung durch stadiengerechtes Training und Förderung der Betroffenen
  • Diverse Bücher und Informationsmaterialien (Bspl. MAS Tipps = kostenlose Information zu speziellen Themen)
  • Praxishandbuch und Onlineschulung „Demenz und Ich“: Hilfe für Angehörige, www.minimed.at/demenzundich
Die MAS Alzheimerhilfe wird sich weiter engagieren, dass es für Ihre Entlastung (Pflege, Alzheimerurlaub) mehr Unterstützung – auch finanziell – sowie rechtliche Verbesserungen geben muss.
Bitte, schauen Sie auch auf sich. Wir lassen Sie nicht alleine!

Mein Tagestipp:
Ich weiß, Ihre Hilfe für Ihre/n Angehörige/n wird von der Gesellschaft vielfach als selbstverständlich angenommen oder gar nicht gesehen. Es ist uns bewusst: Sie leisten als pflegende/begleitende Angehörige wertvolle und unverzichtbare Arbeit. Dafür bedanke ich mich recht herzlich bei Ihnen und möchte es auch so ausdrücken…

Mein Danke, ausgedrückt durch das Spiel der Endlosbuchstaben

Erklärung:
Zählen Sie alle Großbuchstaben notieren Sie diese.
Verwenden Sie je einen der verschiedenen Buchstaben und bilden Sie ein Wort.
Das gesuchte Wort ergibt sich aus der Reihenfolge der meist gefundenen Buchstaben. Eine kleine Hilfe. Das D kommt 29 Mal vor. Was ist der nächstmeiste Buchstabe, den sie finden? Und der nächste? Haben Sie schon ein Wort?
Genau! Das wollte ich Ihnen sagen!
bjhztgAwsDKgfDNjmgDAEüpölKjhNbgfDswDzuKmNjugvfDEspöKhbgNvgfDrftNhjuiAgfrEDloKjmNbhgNbjKiztrEAcfrgDplKiju
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Sie sehen auch dieses Spiel können Sie beliebig variieren und selbst neue Wörter finden.

 

 

 

 

Tag 50 - 15.05.2020 - Musik total

Krisentipp Anita Zudersdorfer, MAS Demenztrainerin der MAS Alzheimerhilfe

Musik total – Wenn schon, dann schon richtig
Liebe Alle. Unsere Tagestipp-Reise nähert sich dem Ende. Die MAS Demenztrainerin der MAS Alzheimerhilfe, Anita Zudersdorfer, nimmt Sie heute noch einmal mit auf eine musikalische Ausflugsfahrt in den Sommer. Denn: trotz allem. Den Mut nicht verlieren, probieren, vieles mit Humor zu sehen, sich Hilfe holen und sich Wissen aneignen. Musik und Wissen helfen. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund. Wir bleiben in Verbindung. DANKESCHÖN!




 

 

 

 

Tag 49 - 14.05.2020 - Essen ist fertig - Apfelsuppen

Maria Klaffenböck, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Mit freundlicher Genehmigung von Styriabooks
Text gelesen von Erika Preisel (Freies Radio Salzkammergut: ein Unterstützungsbeitrag – herzlichen Dank!) nach einer Idee von Maria Klaffenböck, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe Apfelsuppn Eva Raffelsberger aus Scharnstein

Gab es damals nur an bestimmten Tagen Fleisch? Was kam bei Ihnen zu Hause auf den Tisch? Gibt es eine ganz spezielle Besonderheit an die sie sich erinnern (Essen, Geschäft, Obstbaum,…) Haben Sie auch mal Obst vom Nachbarbaum gestibitzt? Kennen Sie noch die Apfelsuppn, oder was hat ihre Mama so gekocht? Hat auch ihr Opa schon gekocht? Gab es da eine Arbeitsaufteilung im Haus? Haben Sie noch den Geschmack der Apfelsuppe in Erinnerung? Wo gab es die besten Äpfel?... Es geht hier nicht darum, um Fragen abzuarbeiten. Die sind nur Hilfe und Beispiel für Sie zur Erinnerung, wohin sie das Gespräch lenken können. Gehen Sie gemeinsam auf Zeitreise. Eva Raffelsberger aus Scharnstein, „Apfelsuppn“

Hier können sie das Audio Dokument "Essen ist fertig - Apfelsuppen" anhören

"Essen ist fertig - Apfelsuppen" anhören

 

 

 

Tag 48 - 13.05.2020 - Leichte Bewegungsübung ohne Hund

Romana Laschalt, MAS Demenztrainerin und Papa Willi


Leichte Bewegungsübung ohne Hund
Bewegung ist für Menschen mit Demenz in vielerlei Weise wichtig. Denn das gezielte Trainieren von motorischen Fähigkeiten soll die Mobilität der Betroffenen im Alltag fördern und so auch die Lebensqualität erhöhen. Außerdem beeinflusst körperliches Training auch die Sturzgefahr, die psychische Befindlichkeit und zum Teil auch geistige Leistungen.
Wir haben uns leichte Bewegungsübungen im Sitzen ausgesucht. Diese sind auch im fortgeschrittenen Stadium noch durchaus umsetzbar und wenn sie die Geschwindigkeit erhöhen, haben sie auch noch eine Variationsmöglichkeit. Und wir zeigen ihnen auch, dass es nicht unbedingt einen Ball braucht bei Ballübungen. Es eignen sich auch Orangen, Zitronen, Wolle oder Socken oder Klopapier. Viel Spaß beim Üben.
Übrigens: Diese Übungen könnten täglicher Bestandteil ihres Tagesablaufes sein.

 


 

 

Tag 47 - 12.05.2020 - Kartenspiele leicht gemacht

Elke Mahnert, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe
Lebens- und Sozialberatung (Schwerpunkt Krisenintervention und Trauerbegleitung)

Es ist lustig, heitert auf und macht aus Abendmuffeln lustige Menschen. Karten spielen verbindet, bringt soziale Kontakte und lädt zum gemeinsamen Treffen ein. Es gibt so viele verschiedene Kartenspiele: Skat, Bridge, Romy, Canasta und vieles mehr. Hier kommen Familie und Freunde zusammen. Es entstehen kleine Wettkämpfe, lustige Spiele, vor allem aber wird es ein schönes Miteinander. Also, los geht’s!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 46 - 11.05.2020 - So kommen Sie gut durch den Tag

Mag.a Nicole Moser, Leiterin der Demenzservicestellen Ried/I. und Braunau

So kommen Sie gut durch den Tag

„Beginne den Tag mit einem Lächeln“, sagen die Lebensratgeber und setzen noch einen drauf, mit „und das Leben lächelt zurück.“ Nur leider, das wissen wir, ist das Leben nicht immer nur rosa. Der Alltag mit Menschen mit Demenz (vor allem im fortgeschrittenen Stadium) sieht oft ganz anders aus. Denn die Nacht war schwer, man ist gar nicht zum Schlafen gekommen oder es gab sogar diverse Zwischenfälle. Und trotzdem ist eine positive Grundeinstellung fast alternativlos.
Heute ist ein neuer Tag. Wir versuchen zur Ruhe zu kommen, auszuatmen, eine Tasse Kaffee ganz bewusst zu genießen. Es hilft auch ein wenig frische Luft und positive Gedanken. Es ist schwer, aber wir versuchen, die negativen Gedanken beiseite zu stellen und überlegen uns folgendes Konzept.

 

  • Strukturieren Sie den Tagesablauf und schmücken ihn durch Rituale (Morgengruß, Abendritual, feste Essenszeiten, viele aktive Phasen und Ruhepausen. Das bringt Routine und diese gibt Sicherheit.
  • Wenn es die Situation zulässt, planen Sie tägliche Spaziergänge ein (Stadtrundfahrt, Caféhaus, Schaufensterbummel, kleine Ausflüge).
  • Bieten Sie leichte Beschäftigung an (Hier gilt: fordern, nicht überfordern).
  • Alles was wir machen hat das Ziel einer gemeinsamen guten Zeit. Wir können Alltagskompetenz und Gedächtnis trainieren. Es darf aber nicht leistungsorientiert sein. Spaß und Spiel stehen im Vordergrund.
  • Schaffen sie viele, kleine Erfolgserlebnisse. Diese schenken Selbstvertrauen.
  • Versuchen Sie am Tag möglichst aktiv sein zu sein. Tun Sie Dinge, die Ihnen Spaß machen. Bleiben Sie mobil. Es gilt: Wer rastet, der rostet. Bewegung im Alltag steigert nicht nur das körperliche Wohlbefinden, sondern hilft auch gegen nächtliche Unruhe und depressive Verstimmungen.
  • Nehmen Sie sich bewusst Auszeiten.
  • Suchen Sie Hilfe und Unterstützung (auch professionell).
  • Wichtige Tipps und Infos sollten für Sie griffbereit gesammelt sein (wie MAS Tipps zu Notfall, Krise, Kommunikation,…).

 


Tag 45 - 10.05.2020 - Ein besonderer Spaziergang

Gerlinde Schachinger, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Ein besonderer Spaziergang
In Zeiten von Corona sollen wir das Haus ja nicht verlassen. Aber auch das geht vorbei. Und dann gilt umso mehr: „Wer rastet, der rostet“. Dies trifft auf Körper und Geist zu. Für Menschen mit Demenz ist Aktivitätwichtig, um Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten. Aber auch zur Steigerung ihrer Lebensfreude.
Es kann ein kurzer Spaziergang sein, oder gehen sie in den Garten. Wir nehmen uns heute was vor:

• Wir achten besonders darauf, was wir alles sehen.
• Wie heißen die Blumen, die wir sehen?
• Können wir auch Vögel hören?
• Was ist noch alles zu beobachten?
• Riechen wir etwas Spezielles?
• Oder sie geben eine Farbe vor und suchen danach in der Natur? Was sehen wir alles in gelb? Wir kennen das aus Kindertagen: „Ich sehe, ich sehe, was du nicht siehst…“
• Dann kann man zu Hause wieder versuchen sich daran zu erinnern.
• Oder aber Sie haben ein CD mit Vogelstimmen und Bildern , die könnte man sich dann ansehen/hören. Wer Internet hat, hat auch hier einen breiten Fundus zum Suchen.

Wie so oft im Leben. Es müssen nicht immer die großen Dinge sein, die einem bewegen und Spaß machen.


                                                              

 

 

 

Tag 44 - 09.05.2020 - Brot backen

Krisentipp von Carmen Viereckl

Von der Kunst, Brot zu backen
Wie wäre es, die Zeit zu Hause mit kochen und backen zu verbringen und sich mit alten Familienrezepten zu befassen? Omas Geheimrezepte, die oftmals mündlich weitergegeben werden, gehen so schnell verloren! Jetzt wäre eine gute Zeit, diese Schätze in ein Buch zu schreiben und für die Nachwelt zu bewahren.
Es ist auch ganz einfach, eigenes Brot zu backen! Es lässt sich wunderbar mit verschiedenen Zutaten experimentieren – z.B.: geriebene Karotten oder Walnüsse zufügen (War da nicht vom letzten Herbst noch ein Sack Nüsse im Keller, der darauf wartet geknackt zu werden?). Wie es im Haus dann duftet! Das lässt einem gleich das Wasser im Mund zusammenlaufen! Und auf dem frisch gebackenen, noch warmen Brot mit Butter schmeckt der gesammelte Bärlauch aus dem Wald am besten!

Das Rezept:
400g Weizenvollkornmehl
400g Dinkelvollkornmehl
3 gestrichene TL Salz
1 Packerl Trockenhefe
1 Schuss Weißweinessig
1 TL Zuckerrübensirup (oder ähnliches)
Diverse Samen oder andere Zutaten (z.B.: jeweils ca. 3 EL Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Weizenkleie, Walnüsse, geriebene Karotten oder Zucchini, Kürbiskerne, …)
800ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten miteinander verrühren und in eine gefettete Kastenform füllen. Bei 210 Grad Umluft ca. 50min backen.

 

 

Tag 43 - 08.05.2020 - Koordinationsübungen

Edith Teufelauer, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe


Koordinationsübungen als Hilfe für Alltagssituationen


Zumeist nehmen im höheren Alter Muskelkraft und Balance ab. Oft lassen uns chronische Krankheiten immer immobiler werden. Somit kann das Aufstehen von einem Stuhl, Bücken, Gehen oder Gegenstände aufheben, schon schwer fallen oder unmöglich werden. Doch viele Alltagssituationen erfordern Koordinationsfähigkeit und geistige Beanspruchung: Bspl. Treppe steigen, Schuhbänder binden…


Deshalb ein paar Übungen zur Koordination:
Über Stock und Stein (Gangvariationen)

  1. Wir gehen mit großen Schritten durch den Raum.
  2. Nun lassen wir die Arme mitschwingen. Immer großzügiger.
  3. Wir verkleinern die Schritte, bis wir nur noch Trippeln.
  4. Bei noch guter Beweglichkeit, können wir hier spielerisch wie bei der englischen Komikertruppe „Monthy Python“ lustige Schritte erfinden (watscheln, Storchengang,…)
  5. Wir gehen nun auf die Zehenspitzen und versuchen aber eine gerade Linie zu halten.
  6. Wir können nun ein Knie anheben oder die Arme nach oben recken.
  7. Wir probieren nun den Passgang. Aufgepasst: Mit dem rechten Bein geht auch der rechte Arm nach vorne und umgekehrt.
  8. Stellen Sie sich nun vor, Sie balancieren auf einem Seil. Setzen Sie Ihre rechte Ferse vor den linken Fuß.
  9. Gehen sie seitwärts. Steigerung: Sie gehen seitwärts und die Arme kreisen mit.

Koordinationsübung im Sitzen:
Dazu brauchen wir einen Tisch und einen kleinen Ball.
Hier kombinieren wir das Ballspielen mit einer Übung für das Gedächtnis. Der Ball wird im Kreis herum gegeben oder geworfen. Derjenige der den Ball abgibt muss etwas nennen, das kann der Name der fangenden Person, der eigene Name, Beruf, Geburtstag oder auch Tiere mit einem bestimmten Buchstaben etc. sein.

Wichtig: Bitte nicht über-, aber auch nicht unterfordern. Sie merken schnell an der Reaktion, wie die Übung wahrgenommen wird und überlegen Sie, wie Sie Ihr Angebot verändern können. Wie immer: Haben Sie keine Angst, Dinge auszuprobieren

 


Tag 42 - 07.05.2020 - Musik

Krisentipp Anita Zudersdorfer, MAS Demenztrainerin der MAS Alzheimerhilfe

Musik tut der Seele gut
Musik tut der Seele gut! Wie viele Lieder kennen Sie eigentlich? Egal ob klassisch oder modern, alte Schinken oder Kinderlieder – versuchen Sie doch mal, zu jedem Buchstaben des Alphabets ein Lied zu finden! Fällt ihnen überall etwas ein? Bei manchen Buchstaben kann es echt knifflig werden. Keine Sorge: Es macht überhaupt nichts, wenn etwas ausgelassen wird.
Vielleicht inspiriert diese Übung dazu, das ein oder andere Lied auch gemeinsam anzustimmen und zu singen. Kennen Sie noch alle Strophen? Sie können Texte auch aufschreiben und ein Liederbuch verfassen. Es kann natürlich passieren, dass Ihnen die eine oder andere Melodie im Ohr hängenbleibt.




 

 

 

Tag 41 - 06.05.2020 - Abwechslung bringt Erfolg

Reka Kun, MAS Demenztrainerin der MAS Alzheimerhilfe

Die schon wochenlang andauernde „neue Normalität” betrifft uns alle. Auf unterschiedliche Weise, aber bestimmt wurde jede von uns durch das plötzlich veränderte Leben motiviert und sogar gefordert, neue Wege zu entdecken, sich neue Eigenschaften - wie Geduld, Ausdauer, Akzeptanz - anzueignen.
Ich möchte hoffen, dass die Ӓnderungen neben den unangenehmen, besorgniserregenden Einschränkungen uns durchaus auch positive Ergebnisse brachten. Durch die Quarantänezeit entdeckten vielleicht einige von uns völlig neue oder zumindest längst vergessene Fähigkeiten in sich selbst oder Sie haben gerade durch unsere Tagestipps neue Beschäftigunsmöglichkeiten gefunden.
Die letzten Tage haben mir die folgende Erfahrung gebracht: Bereitschaft, etwas Neues zu lernen, hilft mir, mich an die Veränderungen besser anzupassen und macht mich flexibler. Jede bewusste Abwechslung trainiert sogar unser Gehirn und hellt noch dazu die Monotonie des Alltags auf.
Vor diesem Hintergrund empfehle ich Ihnen jetzt eine Gedächtnisübung, die Sie im Alltag sehr gut integrieren können und garantiert können Sie damit ihre Gehirnleistung verbessern. Die einzige Voraussetzung diese Übung durchzuführen ist, dass Sie Geduld und vielleicht ein bisschen Selbstironie haben!
Also die Aufgabe besteht darin: Versuchen Sie ab morgen Ihre gewöhnlichen Alltagsaktivitäten – wie schreiben, schneiden, essen, Zähne putzen, frisieren, Türe öffnen und schließen - einmal ganz bewusst mit der linken Hand auszuführen, die Linkshänder natürlich mit der rechten. Dadurch können sich neue Verbindungen zwischen unseren zwei Gehirnhälften entwickeln und wir werden „Alleskönner”mit beiden Händen sein!
Viel Erfolg dabei!

 

 

 


Tag 40 - 05.05.2020 - Puzzlen

Krisentipp von Carmen Viereckl

„Puzzlen“ mit Katze

Fast jeder hat es zu Hause. Irgendwo. Hinten. Verstaubt im Kasten liegen. Ein Puzzle! Und es hat gefühlt Millionen Teile! „Das mache ich mal, wenn mir langweilig ist!“ Wer kennt nicht diesen Gedanken?  Gerade jetzt wäre eine tolle Gelegenheit dazu! Puzzeln schärft die Wahrnehmung und die Konzentration. Geistige Aktivität im Alltag ist sehr wichtig, um die kleinen grauen Zellen fit zu halten. Außerdem schafft man sich selbst durch Puzzeln viele kleine Erfolgserlebnisse, jedes Mal, wenn ein Teilchen passt! Aber Achtung: es besteht Suchtgefahr!
Ein kleiner Praxis-Hinweis noch von mir: mit Katze (TickTack) im Haus puzzelt es sich noch schwerer!

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Tag 39 - 04.05.2020 - Versteckte Wörter

Gerlinde Anselm, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Machen wir uns auf die Suche nach versteckten Wörtern
Eines der beiden oder beide vorgegebenen Wörter verstecken sich in dem Buchstabensalat. Hinweis. Das Wort kann auch rückwärts geschrieben sein. Sie werden schnell den Trick dieser Geschichte erkennen und können selbst Wörter finden. Mischen Sie Worte hinein, die mit alten Erinnerungen verknüpft sein. Hier ist ihrer Fantasie keine Grenze gesetzt.

Frühling – Eier                                                  DEIRUFJTZGEIERLDJREIMER

Hase – Rose                                                         DJFIGROSENFGTHZGNSORX

Lamm –Nacht                                                    MBNKVIRMMALNATZRCFHMM

Kurz – Kogler                                                      YXGVFRPZRUKTKOGLERRFMW
                                                              

 

 

 

 

 

 

 

Tag 38 - 03.05.2020 - Ordnung ist das halbe Leben

Eva Neumüller und Gerlinde Schachinger, beide MAS Demenztrainerinnen, MAS Alzheimerhilfe

Ordnung ist das halbe Leben

Ordnung ist das halbe Leben - das nehme ich mir schon lange vor und jetzt zu Herzen. Ich nutze die freie Zeit um Ordnung in meine Unterlagen zu bringen. Kochrezepte, welche von Zeit zu Zeit aus Zeitung, Prospekten, Zeitschriften ausgeschnitten wurden, oder von Freundinnen erhaltene Rezepte, werden durchgesehen und einige auch ausprobiert. Wie abwechslungsreich auf einmal die Mahlzeiten wieder werden. Gerichte die bei meiner fünfköpfigen Familie nicht gut ankommen, werden die Rezepte nicht weiter in der Mappe bleiben. Alle anderen werden nach Suppe, Hauptspeise, Mehlspeise und Kuchen/Torten sortiert. Jetzt habe ich wieder einen besseren Überblick über meine "Schatztruhe", denn das sind Kochrezepte für mich wirklich.

Oder es haben fast alle einen Nähkorb noch daheim. Diesen könnte man wieder einmal schön sortieren. Knöpfe nach Form und Größe, Stecknadeln nach Farbe, Reißverschlüsse nach Länge, Gummiband, Maßband, Druckknöpfe, Schere, Wolle, Zwirn, Seide und was sich sonst noch alles darin befindet. Wer kann, vielleicht auch alles aufschreiben und nach dem ABC sortieren.
Wie sieht es in unserer Werkstatt, in der Bastelstube aus? Können wir den Werkzeugkoffer gemeinsam sortieren? Schraubenschlüssel nach Größe, die Muttern extra, Zahlstab, Nägel, Schrauben, Schleifpapier, Hammer, alles was sich sonst noch darin befindet – Ordnung schaffen. Für nicht mehr so fitte Stadien fragen wofür man das benötigt. Mit dem Zahlstab etwas abmessen lassen.
Hinweis: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dieser Tipp mehrheitlich eher bei Männern gut ankommt.
Aber bitte Vorsicht. Bitte nicht mit Arbeit verwechseln oder in Diskussion ausbrechen, was wir jetzt wegräumen oder entsorgen müssen. Das ist nicht die ursächliche Absicht und der Sinne dieser Beschäftigung. 

 

 

 

 

 


Tag 37 - 02.05.2020 - Ein kleines Gedächtnistraining

Maria Klaffenböck, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Ein kleines Gedächtnistraining

Demenz verläuft in Stadien. Daher kann je nach Fortschreiten der Erkrankung das Kurzzeitgedächtnis so stark beeinträchtigt sein, dass sich die Betroffenen die aktuellen Geschehnisse nicht mehr einprägen können. Daher erzeugt Fragen dann Druck und ein Nichtwissen zu Angst, Enttäuschung und Frust. Daher ist die Kenntnis des Stadiums in der professionellen MAS Ressourcen-Trainingsarbeit eine Grundvoraussetzung, um zu fördern und nicht zu über-oder unterfordern. Sie kennen Ihren Angehörigen/Partner am besten. Picken Sie heraus, was für Ihre Situation passt.
Besonders wichtig ist, dass die Übungen Spaß machen und auch das Selbstwertgefühl stärken.


Hier ein kleines Angebot von Tipps für ein Gedächtnistraining zu Hause:

  • In 2,3,4, - Schritten bis 100 zählen und zurück
  • Ein mal Eins
  • ABC       vorwärts / rückwärts aufsagen
  • Wörter finden
  • die mit bestimmten Buchstaben beginnen ( mit E-, oder Er-…)
  • mit Doppelbuchstaben ( mm  - Semmel,…)
  • die mit – ung  enden
  • die mit A beginnen und mit R enden …

 

 

 

Tag 36 - 01.05.2020 - Buchtipps

Diese drei Informationsbücher der MAS Alzheimerhilfe

  1. Greta ist nicht mehr da (Tagebuch eines pflegenden Angehörigen)
  2. Gutes Leben mit Demenz (Betroffene und Angehörige kommen zu Wort)
  3. Motivieren. Aktivieren. Stärken. Tipps und Grenzen für Beschäftigung und stadiengerechtes Training mit Menschen mit Demenz

sind gegen eine freiwillige Spende in den Demenzservicestellen erhältlich, sowie unter:
alzheimerhilfe@mas.or.at oder www.alzheimerhilfe.at, oder 06231/21410.

Michael Buchner, Marketing, Presse und Fundraising liest
VERSUCHT DAS ZU HÖREN
WAS ICH NICHT SAGE aus „Gutes Leben mit Demenz“.

Lass Dich nicht von meinem Anblick verleiten
ich habe tausend Masken, und keine davon bin ich.
Lass dich nicht anschwindeln.
Ich bitte Dich, lasse Dich nicht anschwindeln.
Ich mache den Eindruck, als ob ich sicher wäre?
Als ob Selbstvertrauen mein Name ist und kalte Ruhe meine Dar­stellung.
dass ich keinen brauche. Aber glaube mir nicht.
Tief im Inneren lauert mein richtiges Ich, in Verwirrung, in Furcht, in Einsamkeit.
Deshalb forme ich mir eine Maske, hinter der ich mich verbergen kann und sie schützt mich vor den Blicken, die wissen.
Aber ebenso ein Blick ist die Rettung für mich.
Denn er bedeutet, dass ein Akzeptieren auch Liebe bedeutet
das Einzige, was mich befreien kann, von den Mauern, die ich mir selbst gebaut habe.
Tief in mir sitzt die Furcht, dass ich nichts bin, dass ich überhaupt nichts wert bin, dass Du das entdecken wirst und mich dann von Dir stößt.
So beginnt die Parade der verschiedenen Maskierungen.
Ständig rede ich mit Dir. Ich erzähle alles, was eigentlich belang­los ist und nichts bedeutet, aber nichts über das, was alles bedeutet, und was in mir ruft. Sei lieb und hör ordentlich zu, und versuche, das zu hören was ich nicht sage. Ich möchte gerne offen und spon­tan, und ich selbst sein, aber Du musst mir dabei helfen. Du musst mir Deine Hand entgegenstrecken.
Jedes Mal, wenn du lieb, freundlich und aufmunternd bist, jedes Mal, wenn Du versuchst mich zu verstehen, weil Du dich um mich kümmerst, bekommt mein Herz Flügel, sehr spröde Flügel – aber doch Flügel.
Mit Deiner Feinfühligkeit und Sympathie und Deiner Fähig­keit mich zu verstehen, bist Du der Einzige, der mich von meiner Schattenwelt, meiner Unsicherheit und meiner Verlassenheit im Gefängnis befreien kann.
Es wird nicht leicht für Dich sein.
Je näher Du mir entgegenkommst, desto blinder schlage ich viel­leicht zurück.
Aber ich habe gehört, dass Liebe stärker ist als dicke Mauern und darin liegt meine Hoffnung. Meine einzige Hoffnung.
Ich bitte Dich, reiße diese Mauern mit festen Händen nieder.
Aber mit behutsamen Händen – denn ein Kind ist sehr empfind­lich. Wer bin ich denn, fragst Du dich vielleicht?
Ich bin Jemand, den Du sehr gut kennst.
Ich bin jeder Mann, der Dir begegnet.
Ich bin jede Frau, die Dir begegnet.
Ich bin auch Du selbst.
Anonym

 


 

Tag 35 - 30.04.2020 - Künstlerisches mit Gummiringerln

Romana Mehringer, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Basteln ist meist eine gute Form der Beschäftigung. Wenn die Arbeiten nicht überfordern und für die Betroffenen Sinn und vor allem Spaß machen. Vielleicht braucht es die eine oder andere Arbeitsanweisung, Hilfestellung oder aber sie arbeiten gemeinschaftlich. Schätzen Sie die Fähigkeiten Ihres Angehörigen realistisch ein. Jemandem einmal verteilte Arbeit wieder abzunehmen, wird als Abwertung empfunden, beim Basteln helfen ist erlaubt. Aber wenn Sie gemeinsam etwas entstehen lassen, dann fördert dies das Selbstbewusstsein ungemein.

Es hilft, wenn Sie biografisch relevantes Material einbauen. Für die einen ist das Holz, Wolle, Papier...Sie können etwas Konkretes entstehen lassen, zu einem Thema: Ostern, Frühling oder aber sie machen auf „Picasso“ und erfinden gemeinsam etwas Kreatives.

In unserem Falle haben wir eine „Vernetzung“ geschaffen, etwas „Gemeinsames“. Dazu haben wir ein Holzbrett (kann auch Styropor, Schaumstoff,….sein) genommen und darauf – willkürlich (kreativ) – Pinnadeln gegeben. Dann braucht es noch bunte Gummiringerl. Diese spannen Sie nach Lust und Laune und Eingebung über die Pinnadeln. Im Nu entsteht ein buntes Spinnennetz. Probieren Sie es aus? Nebenbei trainieren Sie so ein wenig die Fein-Koordination der Hände und Finger.








 

 

 

Tag 34 - 29.04.2020 - Fang den Hasen

Elke Mahnert, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe
Lebens- und Sozialberatung (Schwerpunkt Krisenintervention und Trauerbegleitung)

Der Hase. Der Jäger. Ein Gewehr. Klingt wild und ist es auch. Die Übung macht richtig Spaß. Egal, wie viele mitspielen und versuchen den Videovorgaben zu folgen. Hier geht es um Konzentration, Ausdauer und Koordination. Wir starten langsam, dann kann es rasanter werden. Also achten Sie wo das Gewehr hinzielt und dass Sie keinen Knoten in die Hände bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 33 - 28.04.2020 - Denken macht Spaß

Hedwig Häupl, MAS Demenztrainerin, Aktiv-Programme und Gedächtnistrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Denken macht Spaß

Die folgenden Übungen haben die Überschrift: „Erkennen Sie diese Sprichwörter?“
Wir fördern damit das flexible Denken. Bild und Begriff vernetzen die rechte und linke Gehirnhälfte. Die grafische Umsetzung nutzt aus, dass über Bilder das eine oder andere Wort viel länger abgerufen werden kann. Eine schrittweise Hinführung zur Lösung ist möglich, wenn Sie die Details der Bilder ansprechen.
Zum Beispiel das Bild von der Grube: „Der hat scheinbar Angst, was macht er gerade,?“… Kennst du ein Sprichwort in dem eine „Grube“ vorkommt?

Keine Angst: es geht nicht um grafisch herausragende Kunst. Es geht darum: Etwas zu haben, über das man reden kann und gemeinsam eine Lösung findet.
Lassen Sie auch „kreative Antworten“ gelten!
Viel Spaß beim Tüfteln!



 

 



 

 

Tag 32 - 27.04.2020 - Heute wird gebastelt

Monika Herzog, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Heute wird gebastelt
Gießkanne aus Plastikflasche

Wir brauchen dazu:
Plastikflasche z.B. Flüssigwaschmittel
Arcrylfarbe
Servietten
Kleber für Serviettentechnik
Pinsel
Bänder, Kordel, Bast

So wird’s gemacht:
1. Um mit der Plastikflasche eine Gießkanne zu basteln, sollten die Etikette in warmem Wasser aufgelöst und entfernt werden. Anschließend mit einer Acrylfarbe der Wahl streichen.
2. Zur Verzierung dann Wunschmotive aus einer Serviette ausreißen. Anschließend die zweite Servietten-Schicht entfernen. Dann die Serviettenmotive auf die Flasche legen und mit Kleber darauf fixieren. Dies sorgt für eine feste Verbindung mit der Plastikfasche und mit einem zweiten Anstrich wird die selbstgebastelte Gießkanne auch noch wetterfest.
3. Mit Bänder, Kordel, Bast nach Belieben verzieren.

Und schon haben wir aus einer langweiligen Plastikflasche eine schöne Gießkanne gebastelt. Wichtig: Nehmen Sie sich Zeit. Seien Sie nicht ungeduldig. Was geht, geht. Sie arbeiten gemeinsam. Es gibt viele Möglichkeiten, um an Lieblingsthemen anzudocken. Was zählt: das gemeinsame Tun und die Freude!


 

 

 




Tag 31 - 26.04.2020 - Erwachsener Mensch

Michael Buchner, Marketing, Presse und Fundraising, MAS Alzheimerhilfe

Ein Mensch mit Demenz ist trotzdem ein erwachsener Mensch

Ein Mensch mit Demenz ist immer noch ein erwachsener Mensch. Deshalb sollten Sie die Person nicht verkindlichen. Bitte machen Sie ihn/sie nicht zur Sache, reden mit anderen in seiner Anwesenheit über ihn oder ignorieren ihn einfach. Bitte begegnen Sie ihm weiterhin auf Augenhöhe und echte Empathie. Wie immer im Leben gilt: Behandeln Sie Ihr Gegenüber so wie sie selbst behandelt werden möchten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Tag 30 - 25.04.2020 - Kindheit auf dem Lande

Text gelesen von Erika Preisel (Freies Radio Salzkammergut: ein Unterstützungsbeitrag – herzlichen Dank!) nach einer Idee von Maria Klaffenböck, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Kindheit auf dem Lande
Der Text von Inge Friedl stammt aus ihrem Buch „Weihnachten wie’s früher war“.

Hier erzählt sie über ihre Kindheit auf dem Lande.

Das ist doch ein guter Anknüpfungspunkt.

Wie war das bei Ihnen?               

  • Hat es bei dir in der Kindheit noch die „gsunde Watschn“ gegeben?
  • Hast du mithelfen/arbeiten müssen?
  • Gibt es Fotos von deiner Kindheit, die wir anschauen können?
  • Was wurde früher gespielt?
  • Gibt es spezielle Gerüche, Geschmäcker an die sie sich erinnern?
  • Oder ein spezielles Handwerksteil, einen Gegenstand, der sich gut angefühlt hat
  • Sicherlich waren auch die Geräusche anders, oder?...

Sie sehen, so vieles lässt sich wieder hervorkramen. Es ist eine kleine Zeitreise zurück, dorthin, wo alles noch ganz anders war.
Zur Autorin: Inge Friedl, geb. in Bruck/Mur, Historikerin, Museumspädagogin und Autorin, unermüdliche Sammlerin und Archivarin. In Gesprächen mit Zeitzeugen und bei Recherchen in privaten Fotoarchiven erfasst und hält sie fest, was sonst für die Nachwelt verloren wäre. Bei Styria sind u. a. erschienen: „Almleben“, „Was sich bewährt hat“.
Inge Friedl; Weihnachten wie's früher war; Erinnerungen, Geschichten und Bräuche. € 19,90. Hardcover. 21 x 21 cm; 160 Seiten. ISBN 978-3-222-13566-8.

Text gelesen von Erika Preisel (Freies Radio Salzkammergut: ein Unterstützungsbeitrag – herzlichen Dank!) nach einer Idee von Maria Klaffenböck, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Mit freundlicher Genehmigung von

https://www.styriabooks.at/zu-tisch







Tag 29 - 24.04.2020 - Im Alltag unterstützen

Gerti Zeilinger, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Wichtig für Menschen mit Demenz ist, so lange wie möglich aktiv und selbstständig am Alltag teilnehmen zu können. Sie benötigen dabei zunehmend Unterstützung durch Angehörige, Freunde und anderer Personen. Ein wertschätzender Umgang hilft, Missverständnisse und problematisches Verhalten zu vermeiden.
Menschen mit Demenz pflegen und begleiten ist herausfordernd und benötigt viel Wissen. Mit der Zeit aber entwickeln viele pflegende/begleitende Angehörige ein gutes Gespür dafür, wie sie im Alltag richtig unterstützen und „demenzgerecht“ kommunizieren. So lassen sich trotz Demenz noch schöne Stunden miteinander erleben.

Aufgrund der Ausnahmesituation durch Corona verbringt man jetzt – oft auf engstem Raum – viel Zeit miteinander, mit nur wenigen Phasen der Entlastung. Das ist herausfordernd. Deshalb ein paar Tipps für den Alltag.

• Versuchen Sie Ihren betroffenen Angehörigen möglichst von Medien und den Hiobsbotschaften fernzuhalten. Schaffen Sie Zuhause soweit wie möglich eine angenehme, entspannende Atmosphäre.

• Vermitteln Sie Sicherheit. So könnten Sie jeden Tag zb. Messfeier vom Internet hören lassen. (Passt natürlich nicht bei allen!) oder

• Jetzt ist Frühling. Palmzweige und Frühlingsblumen auf den Tisch legen und Vase dazustellen. Oder versuchen Sie etwas Farbe in die Wohnung zu bringen.

• Schauen Sie Bilder aus Zeitungen und Familienalbum gemeinsam an.

• Kramen sie alle Arten von Brettspielen und Kartenspielen wieder hervor.

• Sortieren Sie Dinge: von Knöpfen, über Schrauben und Wolle bis Stifte. Lassen Sie ihre Fantasie spielen.

 

 

 

 

Tag 28 - 23.04.2020 - Däumchen drehen

Elke Mahnert, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe
Lebens- und Sozialberatung (Schwerpunkt Krisenintervention und Trauerbegleitung)

Warum nicht mal Däumchen drehen?

Das Üben der Fingerfertigkeit ist gerade im fortgeschrittenen Alter besonders wichtig. Wir unterschätzen wie oft wir etwas im Alltag mit den Händen machen. Daher heißt es nun „Däumchen drehen.“ Wir setzen uns und steigern langsam die Intensität und versuchen den Videovorgaben zu folgen. Wichtig: Es gibt kein falsch. Sie werden sehen. Es macht Spaß!

 

 

 

 

 

Tag 27 - 22.04.2020 - Sprechen Sie oberösterreichisch?

Gerlinde Schachinger, MAS Demenztrainer

Sprechen Sie oberösterreichisch?

Eiin Dialekt, auch als Mundart bezeichnet, ist eine lokale oder regionale Sprachvarietät

Der österreichische Dialekt hat viel mit dem Bayrischen gemeinsam. Die Ausnahme bildet hier Vorarlberg. Die Vorarlberger stehen sprachlich dem Schwäbischen näher. Durch den ständigen Kontakt mit den vielen Völkern der Habsburger-Monarchie aber auch mit den Nachbarländern flossen viele sprachliche Elemente und Eigenheiten in das Österreichische ein, die in Norddeutschland weitgehend fremd sind. Der Dialekt entwickelte sich im Laufe der Zeit in jeder Region ein wenig anders und ist auch ein Teil des Charmes dieses Landes. (Quelle: Heimatblog).

In Oberösterreich kann das oarschlings Ausparken feigeln. Aber das ist noch längst nicht alles, was Oberösterreich kann: Einheimische sind dramhappert und zur Fieberblase sagen sie Bletschn. Und wie halt auch wie in ganz Österreich gibt es viele Wörter, die einen Dolmetsch bräuchten.

Wie steht es mit ihrem oberösterreichisch? Hier ein paar Wörter mit Erklärung dazu:
Latschn --> Lacke
hatschn --> schlecht gehen
iwarigs moi --> manchmal
wampat --> dick
Seicherl --> Sieb
Loamsiada --> träger Mensch
tramhappad --> schlaftrunken
Fachtl --> Heufuhre
ma(h) --> mähen
Graomat --> letzte Wiesenmahd
Kramuri --> durcheinander
Stutza --> kurzer Lodenmantel
Scher(b)m --> Nachttopf
zankön --> streiten
Glunkan --> große Ohringe
Zniachterl --> kleiner Mensch

Fällt Ihnen selbst noch ein Begriff ein? Vielleicht ist ihr Partner aus einer anderen Region in Österreich. Dann könnte er/sie das jeweilige Wort in ihrem/seinem Dialekt dazugeben.

 

 

 

Tag 26 - 21.04.2020 - Mit Humor durch die Krise

Maga. Sabine Weber
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, MAS Alzheimerhilfe

Mit Humor durch die Krise – Oft reicht auch schon ein Lächeln

Ablenkung ist wichtig und Humor hilft

Lassen Sie schlechte Zeiten wie die aktuelle Corona-Krise nicht Überhand nehmen und vermeiden Sie zu viele angstmachende Berichte.
Humor hat in solchen Ausnahmefällen eine ganz spezielle Berechtigung. Wenn einem das Leben einen Strich durch die Rechnung macht, ist Humor oft eine Insel, an der man sich festhalten kann. Was auch immer das für Sie ist: ein Videoclip, ein Witz, ein Gespräch, eine nette Geste – all das kann einem wieder Luft zum Atmen geben.

Erklären Sie der betroffenen Person (gemäß Demenzstadium) was passiert ist. Geben Sie ehrliche, auf Ihren Angehörigen abgestimmte Antworten. Auch in schwierigen Situationen ist Humor erlaubt und ein starkes Mittel gegen Hoffnungslosigkeit und Angst. Es geht dabei um eine Art Auszeit, sicherlich auch ein wenig um Verdrängung und vor allem ermöglicht Humor einen Ausstieg aus der unmittelbaren, oft bedrohlichen bzw. überwältigenden Situation und schafft so Distanz. Zudem senkt Lachen nachweislich den Stresslevel und stärkt das Immunsystem. Lächeln und lachen erleichtert also immer. Natürlich gelingt einem das nicht immer und nicht immer gleich gut. Niemand von uns kann immer gut drauf sein. Aber es wäre schön, wenn es immer öfter wäre!



 

 

 

 

Tag 25 - 20.04.2020 - Magische Kresse im Blumentopf

Monika Herzog, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Magische Kresse im Blumentopf

So pflanzen Sie Kresse mit Erde an

  1. Nehmen Sie eine kleine Schale oder einen Blumentopf und befüllen Sie diesen mit etwas Erde. Verwenden Sie feine Erde, da die Kresse darin am besten wächst.

  2. Verteilen Sie die Kresse-Samen auf der Erde und feuchten Sie den Grund leicht an (eventuell geben sie ein Löschpapier darunter, wie wir es früher in der Schule hatten. Aber Küchenpapier geht auch. Das hält die Feuchtigkeit. Es geht aber auch ohne.)

  3. Die Erde müssen Sie stets feucht halten.
    Bestenfalls stellen wir den Topf auf die Fensterbank,
    damit die Kresse genügend Sonne tanken kann.

Wenn Sie Lust haben, können Sie auch Namen oder Formen ausprobieren. Bspl. Ein lachendes Gesicht oder Mia, Mo. (Längere Namen funktionieren natürlich in so kleinen Töpfen nicht). Kresse ist reich an Vitamin C, kann das ganze Jahr angebaut werden und schmeckt auch gut. Butterbrot mit Kresse – schmatz! Und das Beste: Die Kresse wächst schnell, so sehen Sie nach wenigen Tagen schon ein Ergebnis!

Variation:
Kresse Eier
Aufgeschlagene Eier mit Watte füllen,
anfeuchten und Kressesamen darauf verteilen.
Die Eier in einer Eierschachtel geben. Und nun darauf achten, dass die Watte feucht bleibt.

Und wenn Ihnen das Anbauen von Kräutern für Ihren Balkon Spaß gemacht hat, dann stehen weiteren Versuchen nichts im Wege.

 

 

 

 

 


 

 

Tag 24 - 19.04.2020 - Musik

Krisentipp von Mag.a Sandra Spack, Sozialarbeiterin, MAS Alzheimerhilfe

Die Guten Morgen Playlist

Ich bin ein Fan der stimmungsaufhellenden Variante „Musik hören“! Es gibt so viele positive alte Schlager, die einen sofort in eine freudige Stimmung versetzen können. Wer kennt das nicht? Aus einem stillen Mitmurmeln wird ein Mitsingen und ein Erinnern an ganz spezielle Ereignisse.  Musik gibt einem etwas Geborgenes, Vertrautes. Ich, zum Beispiel, wecke derzeit jeden Tag meine Familie mit einem dieser Lieder:

Und obwohl es nicht unser genereller Musikgeschmack ist, ist es für jeden ein fröhlicher Start in den Tag! Wie ist das bei Ihnen?

 

 

 

 

Meine Top-Liste

Cliff Richard: Rote Lippen soll man küssen (1963)
Gitte Haenning: Ich will nen Cowboy als Mann (1963)
Bill Ramsey: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett (1962)
Max Raabe: Mein kleiner grüner Kaktus (1934)
Trude Herr: Ich will keine Schokolade (1965)
https://steirische-alzheimerhilfe.us17.list-manage.com/track/open.php?u=5af8c0f73bd6b342e5ab47ac2&id=13d48be0b1&e=7bb2e1a734

 

 

 

Tag 23 - 18.04.2020 - Wandern

Krisentipp von Carmen Viereckl

Das Wandern ist des ….
Wehmütig schaue ich mir Fotos vergangener Wanderungen und diverser Gipfel-Siege an. Hier die Bilder von der Besteigung des Großen Priel. Gerade, wenn das Wetter schön ist, zieht es mich raus in die Berge und die Natur. Ich möchte in Zeiten wie diesen aber kein unnötiges Verletzungsrisiko eingehen und schaue mir lieber die Fotos an und schwelge gerne in Erinnerungen.
Wie wäre es denn, eine Wanderkarte zur Hand zu nehmen, und darin alle Berge, Seen und Ausflugsziele zu markieren, die man bereits bezwungen hat? Daraus ergeben sich bestimmt schöne Gespräche mit den Angehörigen, wenn Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse wieder wachgerufen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 22 - 17.04.2020 - Leseübung: Jetzt wird’s knifflig

Krisentipp von Ursula Baumgartner, MAS Demenztrainerin der MAS Alzheimerhilfe

Leseübung: Jetzt wird’s knifflig

Sie sehen hier verschiedene Wörter. Allerdings wurden diese Wörter etwas bearbeitet. Anstelle der Umlaute stehen die Ziffern.

1= ä

2 = ö

3 = ü

Können Sie die Wörter trotzdem noch lesen.

Hier haben Sie ein paar Beispiele. Finden Sie selbst Wörter?

Wichtig: Es ist dies einespielerische Anregung. Machen Sie keinen Test daraus.

Auch hier steht die gemeinsame Zeit im Vordergrund.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 21 - 16.04.2020 - Zitronen

Warum die Zitronen sauer wurden

Buchtipps und Besonderes von Maria Klaffenböck und ein Heinz Erhard-Special von Michael Buchner (MAS Alzheimerhilfe).

Lesen ist wunderbar. Man kann in eine Welt eintauchen, es eröffnen sich neue Horizonte, hat am Leben anderer teil und kann lachen und sich unterhalten oder mitfiebern. Bücher und Geschichten bereichern das Leben. In jedem. Und auch bei Demenz. Warum die Zitronen sauer wurden von Heinz Erhardt gibt es zum Hören und Sehen. Weitere Tipps finden Sie hier.

 

 

 

  • Wie`s früher war (Inge Friedl)  - mein absoluter Favorit
  • Familienleben in alter Zeit (Inge Friedl)
  • Vom einfachen Leben (Inge Friedl)
  • Als die Kaffemühle streikte (Ulrike Strätling)
  • „Ich bin halt eine vom alten Schlag“ (Anna Wimschneider)

 

 

Tag 20 - 15.04.2020 - Wie die Würfel fallen

Martina Hofer, MAS Demenztrainerin

Wie die Würfel fallen
Grundregel: TIPP mit 1 oder 2 Würfel, Beschäftigung für 1 Person oder zu zweit:

Die böse Eins
Das ist eine Variante, wenn ihnen Rechnen nie Spaß gemacht.
a) Würfeln sie solange, bis einer 10 x eine Eins gewürfelt hat. Dann gibt es auch einen Sieger! (Auf einem Zettel mitschreiben um Unklarheiten vorzubeugen ).
b) Ein Würfel macht die Runde. Jeder Spieler darf fünfmal würfeln. Die Augen aus den einzelnen Würfen werden notiert. Wirft man jedoch eine Eins, werden die Augen der jeweiligen Runde ungültig. Sieger
ist, wer als erster X-Punkte hat (das können Sie nach Lust und Laune festlegen).
Man kann auch vor dem Spiel eine bestimmte Anzahl von Runden oder eine Zeit vereinbaren. Sieger ist dann, wer die meisten Punkte hat.

Würfelsammler
Mit einem Würfel würfeln und die gewürfelte Zahl immer dazuzählen, je nach Laune oder Konzentration bis 50, 100, 200, ……..

Einmaleins
Mit 2 Würfeln das Einmaleins üben.

Würfelspiele machen einen großen Teil in der Seniorenarbeit aus. Sie sind ein Teil der Lebensgeschichte der meisten Personen. Die Bewegung ist ihnen sehr vertraut und wir können sie die Motorik gut trainieren. Aber alleine schon das selbstständige Würfeln kann ein Erfolgserlebnis an sich sein. Zudem fördern sie auch die Interaktion, durch das Weitergeben des Würfels, vielleicht bis hin zu der einen oder anderen Erinnerung. Damit regt würfeln zur Kommunikation an. Es sind oft die kleinen Momente, von denen Betroffene lange zehren. Und egal wie die Würfel fallen, meist bringt das Spiel an sich Freude und den Spaß.

 

 

 

 

Tag 19 - 14.04.2020 - Komm, tanz mit mir

DSA Rosa Handlbauer, Dipl. Sozialarbeiterin, MAS Alzheimerhilfe

Komm, tanz mit mir

Wir hoffen heute ist ein Tag zum Tanzen für Sie. Oder vielleicht ist die Stimmung so: Dieser Zustand ist nicht tanzbar! Wenn nicht, dann bauen Sie diesen Teil ein, wenn Ihnen danach ist. In jedem Fall: Bleiben Sie positiv. Durchalten! Lösungen finden! Hoffnung schöpfen!
Tanzen hält fit – körperlich, seelisch und geistig. Denn viele Dinge passieren beim Tanzen gleichzeitig.

1.Synchron zur Musik bewegen
2. Schritte lernen
3. Schritte merken
4. Bewegungen alleine koordinieren
5. Bewegung mit Partner koordinieren
6. Führen – vorausschauend, zeitliche und körperliche Koordination
7. Bzw sich führen lassen – Reaktion, Umsetzung, ebenso zeitliche und körperliche Koordination…

Und ganz nebenbei steigert regelmäßiges Tanzen aufgrund der Bewegung natürlich auch die Kondition und Muskulatur, kann die Partnerschaft bereichern, soziale Kompetenzen fördern und natürlich Spaß machen!

Sie wollen eher gar nicht tanzen? Oder aber sie sind beweglich eingeschränkt. Wie wäre es mit einer Alternative: Sitztanz? Dies ist ein im Sitzen ausgeführter Tanz. Alle Sitzpositionen wie Schneidersitz, auf dem Boden knien oder Sitzen auf einem Stuhl sind möglich Das klingt doch gut. Und jeder von uns hat Musik, wo es schwer fällt, still zu bleiben.
Lassen Sie sich treiben von der Musik. Heben Sie abwechselnd die Hände, links, rechts, dann beide, Beine kreisen, Beine heben, Beine stampfen in den Boden, ….
Die Hände in den Himmel….was auch immer ihnen einfällt. Lassen Sie sich von der Musik inspirieren. Ihnen muss es Spaß machen. Es ist keine Jury anwesend. Haben Sie einfach Spaß miteinander und Freude an der Musik. Und wenn die Musik passt, dann wippen die Beine eh von selbst….
„Das Tanzen ist die Kunst, wo die Beine denken, sie seien der Kopf.“ (Stanislwa Jerzy Lec)
                                                              

 

 

 

Tag 18 - 13.04.2020 - Verbessern Sie Ihr Gedächtnis – Schreiben Sie mal öfter mit der Hand!

Réka Kun, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Verbessern Sie Ihr Gedächtnis – Schreiben Sie mal öfter mit der Hand!

Es ist schon längst bewiesen, dass zwischen unseren Händen und unserem Gehirn eine komplexe Verbindung besteht.
Mit den Händen zu schreiben – schaut zwar einfach aus – allerdings ist es das in Wirklichkeit gar nicht! Beim Schreiben werden nämlich verschiedene Gehirnbereiche gleichzeitig aktiviert, bis das sichtbare Ergebnis – unsere eigene Handschrift - vor uns liegt. Daher bietet diese Tätigkeit eine tolle Möglichkeit, unser Gehirn zu stimulieren.
Neben dem eindeutig stimulierenden Effekt hat das Schreiben zahlreiche andere positive Wirkungen:

  • EFFEKTIV: das Schreiben lässt unser Gehirn auf eine angenehme Art arbeiten.
  • MACHT UNS KREATIV: Beim Schreiben können wir unsere Kreativität wirklich frei setzen und unsere Handschrift nach Lust und Laune ändern.
  • ANGSTLÖSEND: Falls Sie sich geängstigt oder gestresst fühlen, schreiben Sie Ihre Gefühle aus sich heraus, bevor die Gefühle einen weniger produktiven Weg finden.
  • VERBESSERT UNSERE KONZENTRATION: Das Schreiben selbst verlangt von uns volle Konzentration und ist gar nicht zu vergleichen mit dem Eintippen bei Handys und PCs.

    Mein Tipp: Führen Sie in der Zukunft Tagebuch. Auf diese Weise können Sie Ihr Gedächtnis ohne besonderen Aufwand fitter halten und wichtige Lebensmomente und Erlebnisse für sich festhalten!
    Und jetzt, wo wir sowieso nicht rausgehen (sollten) können, wäre dies doch eine nette Idee. Ein Brief an Ihre Liebsten oder jemanden, den sie schon länger nicht gesehen oder gehört haben.

 

 


Tag 17 - 12.04.2020 - Ostersonntag - Cartoon

Die MAS Alzheimerhilfe schicken liebe Ostergrüße und wünschen Ihnen – trotz dieser schwierigen, herausfordernden Zeit – ein schönes Osterfest. Bleiben Sie gesund.

Barbara Pöcheim unterstützt die MAS Alzheimerhilfe immer wieder mit wunderbaren Zeichnungen und speziellen Cartoons.

Der heutige Tagestipp für Sie zum Schmunzeln. „Ostern einmal anders!“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Tag 16 - 11.04.2020 - Da wo Kuchen ist, ist Hoffnung

Gerlinde Anselm, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Da wo Kuchen ist, ist Hoffnung
Sitzendes Häschen aus Germteig
Wir lassen es uns gut gehen.

Portionen: 8
• 300 g Mehl (glattes)
• 20 g Germ
• 50 ml Milch (lauwarm)
• 50 ml Wasser
• 40 g Kristallzucker
• 50 g Butter (weiche)
• 1 Ei
• 1 Dotter
• 1 Pkg. Vanillezucker
• 1 Prise Salz
• 1 TL Zitronenschale (frisch abgerieben)
• 1 Ei (zum Bestreichen)
• Rosinen (für die Augen)

Für den Hasen aus Germteig alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten, Butter und Salz ganz zum Schluss zugeben. Den Teig 30 Minuten an einem warmen Ort rasten lassen.

 

  1. Nochmals zusammen schlagen und das ganze nochmals wiederholen. Jetzt den Teig in ca. 90 g Portionen aufteilen. Von den Teigstücken einen kleinen Teil abschneiden, zu einer Kugel rollen, die Kugel flach drücken, für die Ohren länglich einschneiden.

  2. Für den Körper eine lange Rolle formen, zu einer Schnecke formen, den Kopf dazu drücken, Rosinen als Auge aufdrücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.

  3. Ei verquirlen und die Hasen damit bestreichen. 10 Minuten gehen lassen. Rohr auf 160 °C vorheizen, die Hasen etwa 30 Minuten backen.
    Tipp
Für die Süßen: Den Hasen aus Germteig evt. mit Hagelzucker bestreuen. Merke: Da wo Kuchen ist, ist Hoffnung. Kommen Sie gut durch die Zeit.

 

 

 

Tag 15 - 10.04.2020 - Kleines 1. Hilfe Quiz

Mag.(FH) Mag. Roland Sperling, Leiter Demenzservicestelle Gmunden und Micheldorf der MAS Alzheimerhilfe

Kurze Einleitung.

Wissen hilft! Wie wäre es mit einem 1. Hilfe Quiz?

Testen Sie Ihr Wissen und sprechen über Erste Hilfe, Rettung oder spezielle Hilfsfälle.

Im Anhang finden sie das Quiz samt Lösung in separatem File.

 

- 1. Hilfe Quiz (PDF Datei)
- Auflösung 1. Hilfe Quiz (PDF Datei)

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 14 - 09.04.2020 -
Dem Jongleur ist nichts zu schwör oder Jonglieren ist gesund

Maga. Carmen Viereckl
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin

Dem Jongleur ist nichts zu schwör oder Jonglieren ist gesund

Heute brauchen wir: einen kleinen Ball und ein klein wenig Platz. Wir fördern neben der Beweglichkeit auch die Konzentration und die koordinativen Fähigkeiten, welche für unsere Nervenzellen im Gehirn sehr wichtig sind. Und vor allem: Es soll Spaß machen!
Fangen sie klein an. Werfen sie den Ball mit beiden Händen hoch und fangen ihn wieder mit beiden Händen auf. Sie können dann versuchen, den Ball nur mit der rechten Hand (bei Linkshändern links) hoch zu werfen und zu fangen. Wechseln Sie dann die Hand und versuchen Sie es mit der anderen Hand.
Sie können im nächsten Schritte auch versuchen, den Ball mit der einen Hand in die Luft zu werfen und dann mit der anderen aufzufangen. Wenn das gut funktioniert, können Sie dies gleichzeitig mit 2 Bällen versuchen. Das ist schon etwas schwieriger. Machen Sie sich daher keine Sorge, wenn mal ein Ball auf den Boden fällt! Auch das ist Bewegung, wenn man dem Ball hinterherläuft, unter den Tisch krabbelt und danach sucht!
Wenn Sie wollen, können Sie sich auch gegenüber setzen und einen Ball zuwerfen. Variieren Sie auch hier: Versuchen Sie es mit zwei Händen oder einer, mit links, rechts, werfen Sie sich direkt den Ball zu oder lassen ihn einmal am Boden aufspringen. Probieren Sie es, indem Sie nach dem Werfen in die Hände klatschen, …Was haben wir nicht als Kinder für Variationen gehabt? Erinnern Sie sich? Zählen Sie mit, wie oft Sie es schaffen, den Ball zu werfen! Zählen Sie von 100 rückwärts oder in Dreier- oder Siebener-Schritten. Sagen Sie das ABC auf (haben Sie schon mal versucht, das ABC rückwärts aufzusagen?) oder nennen Sie bei jedem Mal Werfen ein Tier, einen Namen, etwas, das man im Supermarkt kaufen kann, … so lässt sich Bewegung auch wunderbar mit Gedächtnistraining kombinieren! Viel Spaß dabei!

Hinweis: Allgemeiner Tipp: Dinge, die man normalerweise mit der rechten Hand macht einmal mit der Linken zu tun, bringt die grauen Zellen richtig auf Trab! Z.B.: Zähneputzen, Suppe essen, …

 


 

 

 

Tag 13 - 08.04.2020 - Rechenbeispiel

Elisabeth Gaisberger, Buchhaltung, MAS Alzheimerhilfe

Wenig überraschend gibt es von Seiten der Buchhaltung heute ein Rechenspiel.

Die Vorbereitung:
Es braucht nicht viel. Sie brauchen Zahlenkarten von 1-9. Ein dickeres Papier, Karton wäre gut. Wenn Sie öfter spielen wollen, dann sollten Sie die Zahlenkarten einmal laminieren und folieren. Als Schutz. Die Karten sind aber so auch besser zu greifen. Machen Sie einige Zahlenkarten (starten Sie mit 2, vielleicht 3 x einem Neunerset)

1 2 3
4 5 6
7 8 9

Hinweis: einzeln, jede Karte steht für sich


Aktivierungskarten mit Zahlen.

1. Sie ziehen abwechselnd eine Karte. Die gezogenen Karten werden addiert. Wenn die 100 erreicht ist, ist das Spiel aus. Sie können auch eine Substraktionsrunde (wir zählen weg) anschließen. Dann werden die Karten wieder gemischt und die Zahlen von der 100 abgezogen. Die Substraktionsrunde endet bei 0 (oder darunter).
Dies könnte vereinfacht werden, in dem Sie zB. nur Zahlen von 1-5 verwenden und sich bis 20 vorarbeiten. Passen Sie den Schwierigkeitsgrad auf die individuellen Fähigkeiten an.


2. Zahlen sortieren.
Die PartnerIn erhält beliebig viele Zahlenkarten aus Ihrem angefertigten Set. Jetzt heißt es: die Zahlen nach Größe zu sortieren. Fangen Sie langsam an und steigern Sie die Geschwindigkeit, bevor Iihnen langweilig wird.  


3. Zahlen-Tippen.
Dazu benötigt jeder von Ihnen ein Blatt Papier. Sie schreiben 3 Zahlen auf, die Ihr Gegenüber möglichst nicht sehen soll. Die Zahlenkarten legen Sie auf einen Stapel. Jetzt zieht jeder abwechselnd 1 Karte. Finden Sie die Zahl auf der gezogenen Karte auf Ihrem Blatt wieder, dürfen Sie diese ausstreichen. Gewonnen hat der Teilnehmer, bei dem zuerst alle drei Zahlen weggestrichen wurden.


4. Das Spiel ist etwas schwieriger.


Auf der einen Seite nehmen Sie das Alphabet (können auch nur bestimmte Buchstaben sein) und ordnen diese beliebige Dinge zu. Das können Tiere, Städte, Lebensmittel, Stars…sein. Bspl. A = sind immer Tiere. Nehmen wir als Beispiel: A = Ameise; D = wählen wir Stars. D = Domingo…

  1. Variante:
    Sie ziehen nun eine Ziffer.  9 Tiere mit A (Ameise, Antilope, Ameisenbär, Affe, Ara, Alpaka, Adler, Aal, Amsel).

Sie ziehen die 4. Also suchen Sie gemeinsam 4 Namen von Stars mit D. usw.
Anders als in der Buchhaltung muss nicht immer alles so genau sein. Es geht um den Spaß, die Beschäftigung und die Zeit miteinander. Sie können auch alle Übungen gemeinsam machen. Und ganz wichtig, belohnen Sie sich am Schluss oder auch zwischendurch ev. mit einem guten Getränk, einem kleinen Snack zwischendurch oder einfach mit gebührendem Lob.

 

 

 


Tag 12 - 07.04.2020 - Stammbaum

Karin Laschalt, Leiterin aller Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe

Stammbaum: Auf den Spuren der Geschichte Ihrer Familie
Uropa Karl, die Halbschwester der steirischen Oma? Nie gehört von denen? Wenn ich mich mit meinen Eltern unterhalte, kommen wir immer wieder mal darauf zu sprechen, wer mit wem verwandt ist. Da tauchen plötzlich Menschen und Verbindungen auf, die ich noch nie gehört habe. Noch spannender gestalten sich derartige Gespräche in der Familie meines Mannes. Hier gibt es Verwandtschaftsverhältnisse, an die ich nie gedacht hätte. Jedes Mal nehme ich mir vor, das alles einmal zu Papier zu bringen und doch verläuft das Vorhaben schnell wieder im Sande.
Das ist doch eine gute Frage? Schaffen Sie es, einen Familien-Stammbaum zu konstruieren? Wie weit zurück können Sie die Personen ihrer Familie benennen? Einen Versuch ist es wert. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier zur Hand und überlegen Sie gemeinsam. Bei wem möchten Sie beginnen? Bei Ihren Großeltern? Ihren Eltern? Oder bei sich selbst? Im Idealfall gibt es sogar Fotos dazu, die sie neben die Namen kleben können. Sie werden sehen, allmählich entwickelt sich das Vorhaben in eine detektivische Recherche. Wer kann weiterhelfen? Wissen Verwandte noch etwas mehr? Womöglich  erinnert sich Ihre Schwester noch an jemanden von früher, an den Sie selbst gar nicht mehr gedacht hätten. Oder Ihr Bruder kennt noch den Namen der Großtante. Sie haben mit ein paar Namen begonnen und plötzlich wächst der Stammbaum.
Das gemeinsame Tun kann großen Spaß machen, regt den Geist an, sorgt vielleicht für Aha-Erlebnisse und kann später dem Betroffenen helfen, sich an die Namen der Familienangehörigen zu erinnern. Außerdem machen Sie sicher Ihren Kindern und Enkerln eine Freude damit. Viel Spaß beim tüfteln und beim kreativ sein!

 

 

 

 

 

 

 

Tag 11 - 06.04.2020 - Durcheinander geschüttelt

Tipp von Ursula Baumgartner, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Durcheinander geschüttelt

Wie der Name Schüttelwörter sehr schön beschreibt, werden innerhalb eines Wortes, die Buchstaben durcheinandergeschüttelt. Gemeinsam können Sie die Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen und sehen, welches Wort sich aus dem „Buchstabensalat“ ergibt. Diese Übung ist gut für die Konzentration und macht Spaß. Als Thema nehmen wir heute: Frühling. Und der kommt bestimmt – auch mit Corona.

MRZÄNEBCHEER

PLOLENFULG

SHCAWBENLNSET

BMUABÜTLE


Um es einfacher zu gestalten könnte man kürzere Wörter mit nur 4 oder 5 Buchstaben nehmen (HSAE oder BULME). Einfacher ist es auch, wenn der erste und er letzte Buchstabe richtig sind, schwieriger wird es, wenn auch diese „verdreht“ sind oder sehr lange Wörter verwende sind. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.



Hier können Sie sich ein Arbeitsblatt herunterladen

 

 

 

 

 

Tag 10 - 05.04.2020 - Seife "selbst" herstellen

Geiblinger Kornelia, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Über “Hände waschen” ist viel geschrieben worden in letzter Zeit. Und das ist gut so. Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Händewaschen schützt! Deshalb sollten wir uns 20-30 Sekunden lang die Hände waschen (so lange wie etwa 2x ein Happy Birthday zu singen).

Zuvor braucht es aber Seife. Daher heißt unser nächstes Beispiel.

Knetseife herstellen

Neben der Beschäftigung, bedeutet dies aber auch, sich kreativ auszutoben und die Handmotorik zu trainieren. Und gleichzeitig wird uns allen in der momentanen Situation bewusst gemacht, wie wichtig Hände waschen ist.
Wie der Name schon sagt, lässt sich diese Seife kneten und beliebig in Form bringen. Außerdem kann deine Knetseife herrlich nach frischer Minze und Orange oder etwas anderem duften. Das Selbermachen macht riesen Spaß und ist kinderleicht!
 
Zutaten & Material:  
2 EL flüssige Seife oder Duschgel
2 EL Speiseöl (alternative Handcreme)
4 EL Speisestärke / Maisstärke
1 Prise Salz für die Haltbarkeit
Schüssel, Ausstechformen, Nudelholz
(optional) Seifenfarbe, Duft, Lebensmittel Glitzer
Herstellung:



1. Zutaten vermengen und kneten

Waschknete herstellen ist einfach. Beginne zunächst mit einer kleinen Menge. Gib jeweils zwei Esslöffel Duschgel zusammen mit zwei Esslöffel Öl und ca. vier Esslöffel Speisestärke in eine kleine Schüssel. Vermenge die Zutaten miteinander bis daraus eine Masse entsteht, die sich genauso leicht formen lässt wie Spielknete. Sollte die Seifenknete zu feucht sein, knete noch Speisestärke in die Masse. Ist sie zu trocken, gib einfach etwas
Duschgel und Öl dazu

2. Knetseife bunt färben

Durch das Verkneten mit Speisestärke, bekommt das verwendete Duschgel einen hellen Pastellfarbenen Farbton. Wenn du die Waschknete bunt einfärben möchtest, solltest du dir besser Handschuhe anziehen. Du kannst entweder spezielle Seifenfarbe oder normale Lebensmittelfarbe benutzen. Zusätzlich haben wir eine Prise Salz und ein paar Tropfen ätherisches Duftöl hinzugefügt. 

3. Waschknete formen

Bestreue deine Arbeitsfläche mit Speisestärke und rolle deine Knetseife aus. Jetzt kannst du die Waschknete wie Kekse ausstechen. Hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Selbstverständlich kannst du auch niedliche Figuren aus der bunten Badeknete modellieren. Kleine Risse kannst du mit einem Tropfen Öl reparieren. Die fertigen Seifenstücke haben wir für drei Stunden trocknen lassen, bevor wir sie luftdicht in einem Marmeladenglas verschlossen.

Wie lange ist selbstgemachte Knetseife haltbar?
Natürlich ist die selbstgemachte Waschknete nicht so lange haltbar wie gewöhnliche Seife. Bewahre sie in einem luftdichten Behälter auf, anderenfalls wird deine Waschseife zu trocken und bröselt auseinander. Ein Marmeladenglas eignet sich hierfür gut. Um sie haltbarer zu machen, haben wir eine Prise Salz hinzugefügt. 

 

 

Tag 9 - 04.04.2020 - Vermeiden Sie Konflikte

Maga. Doris Prieschl
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, MAS Alzheimerhilfe

Vermeiden Sie Konflikte

Demenz ist an und für sich schon eine Herausforderung. Aber sich längere Zeit gemeinsam auf beschränktem Raum zu befinden, birgt immer ein großes Konfliktpotenzial. Bedenken Sie daher bitte, dass Menschen mit Demenz auf Grund ihrer Erkrankung in der Regel nicht so reflektiert handeln können, wie gesunde Menschen. Am besten wäre es, Konflikte möglichst schon im Vorhinein zu vermeiden. Das ist leichter gesagt als wie in der Praxis getan.

Daher ist es wichtig zu wissen: Es ist normal, wütend zu werden, wenn Menschen mit Demenz brüllen oder um sich schlagen, wenn sie gewaschen werden sollen. Es ist auch verständlich, wenn Sie erschöpft sind, weil sie untertags gefordert sind und nachts nicht schlafen können, weil sie mehrmals raus müssen, weil ihr betroffener Partner so unruhig ist. Nur wenige haben diese Kraft, dies über längere Zeit allein auszuhalten. Daher sollten Sie sich ein paar Punkte vergegenwärtigen:

• Beschränken Sie jetzt Forderungen auf das Notwendigste (zB. Körperpflege auch mal ausfallen lassen oder ausnahmsweise den Pyjama tagsüber anlassen, nicht auf perfekte Tischmanieren bestehen, ...).

• Vermeiden Sie Diskussionen und bestehen Sie nicht auf die Wahrheit. Zwei Meinungen können nebeneinander Platz haben.

• Verlassen Sie den Raum, bevor es zu „explosiv“ wird. Atmen Sie bewusst durch. Am besten einen tiefen Zug Frischluft nehmen.

• Schaffen Sie Ablenkung durch gezielte Beschäftigung.

• Machen Sie für sich Entspannungsübungen. Auch dazu gibt es viele Anleitungen im Internet.

• Bewegung hilft, Stress abzubauen.

• Körperliche Nähe und Zuwendung vermittelt Sicherheit und bringt sie wieder näher zusammen.

Es ist zutiefst verständlich, dass es nicht immer leicht fällt Ihrem betroffenen Partner Geduld und Liebe zu geben. Es sind so viele Veränderungen, die es einem schwer machen, zu akzeptieren. Aber Wissen über Demenz und eine positive Grundeinstellung hilft:

  1. Schauen Sie auf die Dinge, die Ihr Partner noch kann. Nicht immer auf das, was nicht mehr geht.
  2. Wichtig! Sie müssen nicht alles alleine machen. Bauen Sie ein Netzwerk auf. Holen Sie sich Hilfe und handeln Sie, bevor Ihnen die Decke auf den Kopf fällt.
  3. Seien Sie versichert. Das Zitat von Carl W. Buechner stimmt:

    „Menschen mögen vergessen, was du ihnen gesagt hast, aber sie erinnern sich immer daran, welches Gefühl du in ihnen ausgelöst hast.“

 

 

 

 

Tag 08 - 03.04.2020 - Reisen im Kopf

Gerlinde Schachinger, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Reisen im Kopf und dem Finger auf der Landkarte

Nehmen Sie eine  Landkarte oder Atlas zur Hand. Heute reisen sie gemeinsam im Kopf und per Finger auf der Landkarte.

  • Suchen Sie Länder, Städte und Orte (wo sie aufgewachsen sind, wo sie hingereist sind, Traumländer)?
  • Vielleicht haben Sie sogar noch Bilder dazu?
  • Man kann auch zu den Ländern die man besucht hat oder kennt, sich Musik dazu anhören.
  • Mit dem Thema Reisen lässt sich an vieles an vergangene Zeiten anknüpfen (Essen, Kleidung, Erlebnisse…)

Auch hier gilt. Es soll kein Abfragen oder testen sein und werden. Sie reisen gemeinsam im Kopf am Globus, im Atlas, im Kopf, am Bildschirm…Bilder, Musik,…alles, was sie gemeinsam reisen lässt ist gut.
Tipp:
Urlaub wie er früher war mit Menschen mit Demenz ist möglich. Die MAS Alzheimerhilfe weiß wie! www.alzheimerurlaub.at, Tel. 06132/21410.

 

 

 

 

 

Tag 7 - 02.04.2020 - Ich sortiere meine Fotos

Krisentipp von Carmen Viereckl - Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der …

Fast jeder, der mich kennt, weiß um meine große Leidenschaft: Pferd und Reiten! Seit 2,5 Jahren begleitet mich meine Maus jetzt schon und in dieser Zeit sind viele, viele Fotos entstanden! Die meisten davon habe ich digital auf dem PC oder am Handy gespeichert, aber einige flattern auch ausgedruckt und entwickelt in der Wohnung herum. Ständig nehme ich mir vor, diese mal zu sortieren, auszumustern, zu entwickeln, einzukleben. Doch nie komme ich dazu. Bis jetzt! Die Krise als Chance!
Haben Sie nicht auch solche Vorhaben zu Hause, die Sie schon ewig vor sich herschieben? 
Die Durchsicht alter Bilder weckt Erinnerungen und schafft viel Gesprächsstoff und durch das Einkleben, sortieren und Beschriften der Fotos in Alben werden nebenbei auch noch die Feinmotorik und Alltagsfähigkeiten trainiert! Nutzen Sie diese Chance!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 6 - 01.04.2020 - Mit Hund oder Ohne

Krisentipp von Karin Laschalt, Leiterin aller Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe

„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund“ (Hildegard von Bingen)

Tagestipp mit Hund:
Haustiere haben oft eine besondere Wirkung auf Menschen,- und speziell auch auf Menschen mit Demenz. Einen Hund oder eine Katze zu streicheln, beruhigt meist sofort. Oder Vögel zu beobachten und ihrem Gesang zuzuhören, kann die Laune sehr schnell heben. Ich hatte einmal eine Gruppe von Rennmäusen, diese zu beobachten war wie fernsehen. Auch meine Gruppe von Riesenkaninchen hat – genauso wie ich - Freude daran, wenn ich mir Zeit nehme und ihnen einen besonderen Leckerbissen in ihr Freigehege im Garten bringe.
Jetzt habe ich ein wenig mehr Zeit als sonst, mich meinen geliebten „Kindern auf vier Beinen“ zu widmen. Meine beiden Hunde probieren gerne ein paar Tricks im Austausch gegen besonders gute Leckerlis.
Also: Wenn Sie auch einen Hund zu Hause haben, könnten Sie sich gemeinsam mit Ihrem betroffenen Angehörigen vornehmen, dem Hund etwas Neues zu lernen: zB. dass er mit der Nase auf die Handfläche oder das Knie des Betroffenen stupst. Dazu hilft es, ein wenig Leberstreichwurst auf die Hand oder das Knie zu streichen. Wenn er die gewünschte Handlung ein paar Mal geschafft hat, kann man die Leberwurst einmal weglassen und den Hund auffordern zu stupsen. Auch hier gilt: loben, loben, loben. Beim nächsten Mal gibt’s dann wieder die leckere Belohnung. Dies kann ein guter Zeitvertreib sein und das gemeinsame Erfolgserlebnis macht Hund und Mensch Freude. Kleine Missgeschicke (wenn der Hund sich die Leckerei vielleicht stibitzen möchte) bringen sicher alle zum Lachen.



Tagestipp ohne Hund: Entdecken Sie Ihre Umgebung
Öffnen Sie ganz bewusst das Fenster und lauschen dem Vogelgezwitscher. Was hören Sie? Ein Vogel? Welcher? Mehrere? Wenn Sie ein Stück Natur vor Ihrem Haus haben, halten Sie Ihre Augen offen, ob ein Eichhörnchen, eine Maus oder vielleicht eine Nachbarskatze vorbeiläuft. Wenn Sie selbst eine Katze haben, streicheln Sie sie ganz bewusst (und nicht nur so nebenbei) und besprechen Sie mit Ihrem Partner/Elternteil die schöne Fellfarbe oder wie weich die Katze sich anfühlt, wie laut man das Schnurren hören kann oder spüren, wie sich das Schnurren anfühlt wenn man die Katze dabei berührt.
Oder aber erfreuen sich über eine Tiersendung im Fernsehen (oder im Internet). Sehen Sie, was es zu entdecken gibt.


 

 

Tag 5 - 31.03.2020 - Das Problem mit dem Hinausgehen

Maga. Stefanie Plötzeneder
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin

Das Problem mit dem Hinausgehen
Wenn zum Beispiel der starke Wunsch da ist, das Haus zu verlassen, kann eine gemeinsame kurze Runde ums Haus und anschließend Ablenkung helfen. Lange draußen bleiben soll man vernünftigerweise derzeit nicht. Da bei unseren Klienten das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist, sollten Betreuungspersonen empathisch auf den Menschen  mit Demenz eingehen und können ihn so auch wieder aus der Aktion heraus begleiten. Wenn man es schafft, die Person abzulenken, hat man schon gewonnen. Dann ist das Hinausgehen im nächsten Moment kein Thema mehr. Zum Beispiel könnten auf dem Weg zur Haustüre interessante Dinge deponiert werden, die von dem Vorhaben des Hinausgehens ablenken könnten (Bücher, Gegenstände die der Betroffene mag,…). Ein allgemeingültiges Rezept gibt es aber nicht, da jeder Betroffene trotz „gemeinsamer“ Erkrankung eine eigene Persönlichkeit hat. Das Weglaufen ist für den Menschen mit Demenz häufig eigentlich ein Hinlaufen, diese Personen suchen meist Halt und Sicherheit.

Für so spezielle Situationen ist es gut und wichtig die Biografie der betroffenen Person aber auch deren Demenzstadium zu kennen. Ablenken, ausreichend beschäftigen, gemeinsam hinausgehen, sich körperlich betätigen kann helfen.
Ansonsten sollte die Erklärung zur derzeitigen Situation  dem Demenzstadium angepasst sein. In einem frühen Stadium ist eine fachliche Erklärung noch gut: „Es gibt eine spezielle Erkrankung, einen Virus. Wir müssen Herrinnen bleiben.“
Bei fortgeschrittenem Stadium ist es vergleichbar, wie wenn man es einem Kind erklären würde. „Viele Menschen sind krank. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht anstecken. Wir müssen Abstand halten.“
Oder aber nachdem viele Angehörige zu Hause sind und jetzt mehr Zeit haben, kann diese Zeit bewusst genutzt werden, um gemeinsam Spaziergänge zu machen, sich zu beschäftigen und ein wenig auszupowern.“


 

 

 

Tag 4 - 30.03.2020 - Stadt, Land, ...

Krisentipp von DSA Maria Reitner, Sozialarbeiterin

Wir spielen gemeinsam Stadt – Land
Wir alle kennen dieses Spiel aus unserer Kindheit. Laut Geschichte gibt es das Spiel seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie haben es vermutlich schon länger nicht gespielt. Es lässt sich gut spielen, auch mit mehr Personen. Sie brauchen nur ein Blatt Papier und einen Stift. Und den Schwierigkeitsgrad bestimmen Sie selbst. Legen Sie gemeinsam die Kategorien fest. Stadt, Land, Fluss, Prominente Stars, Vornamen, Blumen….Was auch immer Sie wollen Bspl:


Stadt

Land

Tier

Vorname

Blume

Star

 

 

 

 

 

 

 

Eine Spielmöglichkeit. A) Starten Sie bsplw. mit dem Vornamen ihres Anfangsbuchstaben ihres Vornamens. B) Legen Sie die Buchstaben einfach fest C) Sie spielen das Alphabet gedanklich durch. Das Gegenüber sagt Stopp. Bei dem Buchstaben bei dem Sie gedanklich angelangt sind, der wird der Buchstabe für das Spiel.

Für mich wäre das zB: MARIA. Also M. Stadt: München, Land: Marokko, Tier: Maus, Vorname: Maria, Blume: Maiglöckchen, Star: Mozart….

Abwandlung:
Sie schreiben ein Wort auf. Nun machen Sie aus den einzelnen Buchstaben des Wortes wieder ein neues Wort. Bspl. CORONA
C … Cabanossi
O…Oma
R… Renntier
O…Ofen
N…Nordpol
A…Amsel

Es geht hier nicht um einen Wettbewerb. Sie können auch gemeinsam die Aufgaben lösen. Wichtig ist nur: eine gute Zeit miteinander haben.

 

 

 

Tag 3 - 29.03.2020 - Beweg Dich!

Krisentipp von Mag.a Carmen Viereckl, Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin

Und dein Gehirn sagt Danke!

Sport und Bewegung sind in jeder Lebensphase wichtig zur Erhaltung der Gesundheit und wie neueste Forschungsergebnisse immer wieder beweisen: zur Förderung der geistigen Fähigkeiten. Auch wenn man die Wohnung nicht verlassen kann oder soll, viele Veranstaltungen und Angebote abgesagt und Einrichtungen vorübergehend geschlossen wurden, sollte man auf ausreichend Bewegung im Alltag achten. Wir empfehlen:  30 Minuten täglich (ein schönes Ziel!).
Bewegen kann man sich auch zu Hause und auch, wenn man wenig Platz in der Wohnung hat!
Wenn Sie einen Computer haben, können Sie viele Trainingsprogramme, Turn- und Yoga-Übungen, … für alle Altersklassen und Fitnesslevels über YouTube anschauen und mitmachen. Aber auch ohne technische Unterstützung gelingt ein Training zu Hause. Vielleicht waren Sie mal auf Reha oder Kur oder haben eine Physiotherapie besucht? Schauen Sie in den Unterlagen dazu nach, vielleicht haben Sie Anleitungen für gesundheitsfördernde Übungen für zu Hause mit bekommen, die sie nun wieder ausprobieren können? Gehen Sie dazu am besten auf den Balkon, die Terrasse oder zu einem offenen Fenster. Atmen Sie bewusst die frische Luft ein und genießen Sie die Sonne auf der Haut!

Zu dem Thema gibt es auch einen Buchtipp: Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke. (Manuela Macedonia, Verlag Brandstätter) Und unterstützen Sie bitte Ihre BuchhändlerIn ums Eck.

 

 

 

 

Tag 2 - 28.03.2020 - Immer Frontal ansprechen

Felicitas Zehetner, Obfrau und Gründerin der MAS Alzheimerhilfe

„Sich beim Sprechen zeigen, nicht von hinten anreden. Sprechen Sie die Person von vorn oder von der Seite an, niemals von hinten“, ist ein wichtiger Tipp im Umgang und der Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Sie vermeiden so ein Erschrecken. Ebenso macht es keinen Sinn über eine Distanz hinweg zuzurufen. Das „Ich bin eh da“ oder was auch immer die Botschaft ist, kann von der/die Betroffenen nicht zugeordnet werden.

Kommen Sie gut durch diese herausfordernde Zeit.


Ihre Felicitas Zehetner

 




Tag 1 - 27.03.2020 - Gemeinsam durch die Krise

Gemeinsam durch die Krise
Täglich gibt es einen Tipp des Tages. Wir wollen Ihnen damit zur Seite stehen, Ihnen Mut machen und Sie ein wenig durch die Krise leiten.Tipps, Übungen, Ideen wie Sie gemeinsam eine gute Zeit haben können.
Bleiben Sie daheim. Bleiben Sie gesund.









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Linie Punktiert MAS Alzheimerhilfe Bad Ischl
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