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Covid-19 / Coronavirus

WICHTIGER HINWEIS DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDESREGIERUNG, ÖGK UND LAND OÖ
Der Schutz der älteren Bevölkerung hat oberste Priorität.

Die rapide Ausbreitung des Corona Virus hat tiefgreifende Auswirkungen auf das öffentliche Leben und somit auch – und gerade – auf die IVD-Angebote in den Demenzservicestellen, die zu einem Großteil von Personen höherer Risikogruppen in Anspruch genommen werden.

Folgende Vorgehensweisen gelten ab sofort:

  1. Aussetzung der Trainings-Gruppen
  2. Aussetzung von Angehörigen-Angeboten
  3. Aussetzung von Veranstaltungen

 

Wichtig:

Wir bitten Sie um Verständnis, dass bis auf Widerruf die Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe für Parteienverkehr geschlossen sind. Wir bitten Sie für Informationen alle Informationskanäle der MAS Alzheimerhilfe zu nutzen (Website, Facebook und Telefon). Unsere breite Auswahl für Angebote für Angehörige und Betroffene finden Sie auf dieser Website. Wir können Ihnen speziell unsere MAS Tipps und Bücher empfehlen. Auch auf minimed.at/demenzundich finden Sie viel konkrete Hilfestellung. 

Bitte scheuen Sie nicht, sich bei Fragen per E-Mail oder Telefon direkt an die MAS Demenzservicestellen zu wenden. Wir bitten Sie aber um Verständnis, dass es aufgrund der vielen Anfragen zu Verzögerungen kommen kann.

 

 

MAS Notfalls-Initiative - Gemeinsam durch die Krise

 

 

Tag 13 - 08.04.2020 - Rechenbeispiel

Elisabeth Gaisberger, Buchhaltung, MAS Alzheimerhilfe

Wenig überraschend gibt es von Seiten der Buchhaltung heute ein Rechenspiel.

Die Vorbereitung:
Es braucht nicht viel. Sie brauchen Zahlenkarten von 1-9. Ein dickeres Papier, Karton wäre gut. Wenn Sie öfter spielen wollen, dann sollten Sie die Zahlenkarten einmal laminieren und folieren. Als Schutz. Die Karten sind aber so auch besser zu greifen. Machen Sie einige Zahlenkarten (starten Sie mit 2, vielleicht 3 x einem Neunerset)

1 2 3
4 5 6
7 8 9

Hinweis: einzeln, jede Karte steht für sich


Aktivierungskarten mit Zahlen.

1. Sie ziehen abwechselnd eine Karte. Die gezogenen Karten werden addiert. Wenn die 100 erreicht ist, ist das Spiel aus. Sie können auch eine Substraktionsrunde (wir zählen weg) anschließen. Dann werden die Karten wieder gemischt und die Zahlen von der 100 abgezogen. Die Substraktionsrunde endet bei 0 (oder darunter).
Dies könnte vereinfacht werden, in dem Sie zB. nur Zahlen von 1-5 verwenden und sich bis 20 vorarbeiten. Passen Sie den Schwierigkeitsgrad auf die individuellen Fähigkeiten an.


2. Zahlen sortieren.
Die PartnerIn erhält beliebig viele Zahlenkarten aus Ihrem angefertigten Set. Jetzt heißt es: die Zahlen nach Größe zu sortieren. Fangen Sie langsam an und steigern Sie die Geschwindigkeit, bevor Iihnen langweilig wird.  


3. Zahlen-Tippen.
Dazu benötigt jeder von Ihnen ein Blatt Papier. Sie schreiben 3 Zahlen auf, die Ihr Gegenüber möglichst nicht sehen soll. Die Zahlenkarten legen Sie auf einen Stapel. Jetzt zieht jeder abwechselnd 1 Karte. Finden Sie die Zahl auf der gezogenen Karte auf Ihrem Blatt wieder, dürfen Sie diese ausstreichen. Gewonnen hat der Teilnehmer, bei dem zuerst alle drei Zahlen weggestrichen wurden.


4. Das Spiel ist etwas schwieriger.


Auf der einen Seite nehmen Sie das Alphabet (können auch nur bestimmte Buchstaben sein) und ordnen diese beliebige Dinge zu. Das können Tiere, Städte, Lebensmittel, Stars…sein. Bspl. A = sind immer Tiere. Nehmen wir als Beispiel: A = Ameise; D = wählen wir Stars. D = Domingo…

  1. Variante:
    Sie ziehen nun eine Ziffer.  9 Tiere mit A (Ameise, Antilope, Ameisenbär, Affe, Ara, Alpaka, Adler, Aal, Amsel).

Sie ziehen die 4. Also suchen Sie gemeinsam 4 Namen von Stars mit D. usw.
Anders als in der Buchhaltung muss nicht immer alles so genau sein. Es geht um den Spaß, die Beschäftigung und die Zeit miteinander. Sie können auch alle Übungen gemeinsam machen. Und ganz wichtig, belohnen Sie sich am Schluss oder auch zwischendurch ev. mit einem guten Getränk, einem kleinen Snack zwischendurch oder einfach mit gebührendem Lob.

 

 

 


Tag 12 - 07.04.2020 - Stammbaum

Karin Laschalt, Leiterin aller Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe

Stammbaum: Auf den Spuren der Geschichte Ihrer Familie
Uropa Karl, die Halbschwester der steirischen Oma? Nie gehört von denen? Wenn ich mich mit meinen Eltern unterhalte, kommen wir immer wieder mal darauf zu sprechen, wer mit wem verwandt ist. Da tauchen plötzlich Menschen und Verbindungen auf, die ich noch nie gehört habe. Noch spannender gestalten sich derartige Gespräche in der Familie meines Mannes. Hier gibt es Verwandtschaftsverhältnisse, an die ich nie gedacht hätte. Jedes Mal nehme ich mir vor, das alles einmal zu Papier zu bringen und doch verläuft das Vorhaben schnell wieder im Sande.
Das ist doch eine gute Frage? Schaffen Sie es, einen Familien-Stammbaum zu konstruieren? Wie weit zurück können Sie die Personen ihrer Familie benennen? Einen Versuch ist es wert. Nehmen Sie sich ein Blatt Papier zur Hand und überlegen Sie gemeinsam. Bei wem möchten Sie beginnen? Bei Ihren Großeltern? Ihren Eltern? Oder bei sich selbst? Im Idealfall gibt es sogar Fotos dazu, die sie neben die Namen kleben können. Sie werden sehen, allmählich entwickelt sich das Vorhaben in eine detektivische Recherche. Wer kann weiterhelfen? Wissen Verwandte noch etwas mehr? Womöglich  erinnert sich Ihre Schwester noch an jemanden von früher, an den Sie selbst gar nicht mehr gedacht hätten. Oder Ihr Bruder kennt noch den Namen der Großtante. Sie haben mit ein paar Namen begonnen und plötzlich wächst der Stammbaum.
Das gemeinsame Tun kann großen Spaß machen, regt den Geist an, sorgt vielleicht für Aha-Erlebnisse und kann später dem Betroffenen helfen, sich an die Namen der Familienangehörigen zu erinnern. Außerdem machen Sie sicher Ihren Kindern und Enkerln eine Freude damit. Viel Spaß beim tüfteln und beim kreativ sein!

 

 

 

 

 

 

 

Tag 11 - 06.04.2020 - Durcheinander geschüttelt

Tipp von Ursula Baumgartner, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Durcheinander geschüttelt

Wie der Name Schüttelwörter sehr schön beschreibt, werden innerhalb eines Wortes, die Buchstaben durcheinandergeschüttelt. Gemeinsam können Sie die Buchstaben in die richtige Reihenfolge bringen und sehen, welches Wort sich aus dem „Buchstabensalat“ ergibt. Diese Übung ist gut für die Konzentration und macht Spaß. Als Thema nehmen wir heute: Frühling. Und der kommt bestimmt – auch mit Corona.

MRZÄNEBCHEER

PLOLENFULG

SHCAWBENLNSET

BMUABÜTLE


Um es einfacher zu gestalten könnte man kürzere Wörter mit nur 4 oder 5 Buchstaben nehmen (HSAE oder BULME). Einfacher ist es auch, wenn der erste und er letzte Buchstabe richtig sind, schwieriger wird es, wenn auch diese „verdreht“ sind oder sehr lange Wörter verwende sind. Ihrer Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.



Hier können Sie sich ein Arbeitsblatt herunterladen

 

 

 

 

 

Tag 10 - 05.04.2020 - Seife "selbst" herstellen

Geiblinger Kornelia, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Über “Hände waschen” ist viel geschrieben worden in letzter Zeit. Und das ist gut so. Denn die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern. Händewaschen schützt! Deshalb sollten wir uns 20-30 Sekunden lang die Hände waschen (so lange wie etwa 2x ein Happy Birthday zu singen).

Zuvor braucht es aber Seife. Daher heißt unser nächstes Beispiel.

Knetseife herstellen

Neben der Beschäftigung, bedeutet dies aber auch, sich kreativ auszutoben und die Handmotorik zu trainieren. Und gleichzeitig wird uns allen in der momentanen Situation bewusst gemacht, wie wichtig Hände waschen ist.
Wie der Name schon sagt, lässt sich diese Seife kneten und beliebig in Form bringen. Außerdem kann deine Knetseife herrlich nach frischer Minze und Orange oder etwas anderem duften. Das Selbermachen macht riesen Spaß und ist kinderleicht!
 
Zutaten & Material:  
2 EL flüssige Seife oder Duschgel
2 EL Speiseöl (alternative Handcreme)
4 EL Speisestärke / Maisstärke
1 Prise Salz für die Haltbarkeit
Schüssel, Ausstechformen, Nudelholz
(optional) Seifenfarbe, Duft, Lebensmittel Glitzer
Herstellung:



1. Zutaten vermengen und kneten

Waschknete herstellen ist einfach. Beginne zunächst mit einer kleinen Menge. Gib jeweils zwei Esslöffel Duschgel zusammen mit zwei Esslöffel Öl und ca. vier Esslöffel Speisestärke in eine kleine Schüssel. Vermenge die Zutaten miteinander bis daraus eine Masse entsteht, die sich genauso leicht formen lässt wie Spielknete. Sollte die Seifenknete zu feucht sein, knete noch Speisestärke in die Masse. Ist sie zu trocken, gib einfach etwas
Duschgel und Öl dazu

2. Knetseife bunt färben

Durch das Verkneten mit Speisestärke, bekommt das verwendete Duschgel einen hellen Pastellfarbenen Farbton. Wenn du die Waschknete bunt einfärben möchtest, solltest du dir besser Handschuhe anziehen. Du kannst entweder spezielle Seifenfarbe oder normale Lebensmittelfarbe benutzen. Zusätzlich haben wir eine Prise Salz und ein paar Tropfen ätherisches Duftöl hinzugefügt. 

3. Waschknete formen

Bestreue deine Arbeitsfläche mit Speisestärke und rolle deine Knetseife aus. Jetzt kannst du die Waschknete wie Kekse ausstechen. Hier sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Selbstverständlich kannst du auch niedliche Figuren aus der bunten Badeknete modellieren. Kleine Risse kannst du mit einem Tropfen Öl reparieren. Die fertigen Seifenstücke haben wir für drei Stunden trocknen lassen, bevor wir sie luftdicht in einem Marmeladenglas verschlossen.

Wie lange ist selbstgemachte Knetseife haltbar?
Natürlich ist die selbstgemachte Waschknete nicht so lange haltbar wie gewöhnliche Seife. Bewahre sie in einem luftdichten Behälter auf, anderenfalls wird deine Waschseife zu trocken und bröselt auseinander. Ein Marmeladenglas eignet sich hierfür gut. Um sie haltbarer zu machen, haben wir eine Prise Salz hinzugefügt. 

 

 

Tag 9 - 04.04.2020 - Vermeiden Sie Konflikte

Maga. Doris Prieschl
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin, MAS Alzheimerhilfe

Vermeiden Sie Konflikte

Demenz ist an und für sich schon eine Herausforderung. Aber sich längere Zeit gemeinsam auf beschränktem Raum zu befinden, birgt immer ein großes Konfliktpotenzial. Bedenken Sie daher bitte, dass Menschen mit Demenz auf Grund ihrer Erkrankung in der Regel nicht so reflektiert handeln können, wie gesunde Menschen. Am besten wäre es, Konflikte möglichst schon im Vorhinein zu vermeiden. Das ist leichter gesagt als wie in der Praxis getan.

Daher ist es wichtig zu wissen: Es ist normal, wütend zu werden, wenn Menschen mit Demenz brüllen oder um sich schlagen, wenn sie gewaschen werden sollen. Es ist auch verständlich, wenn Sie erschöpft sind, weil sie untertags gefordert sind und nachts nicht schlafen können, weil sie mehrmals raus müssen, weil ihr betroffener Partner so unruhig ist. Nur wenige haben diese Kraft, dies über längere Zeit allein auszuhalten. Daher sollten Sie sich ein paar Punkte vergegenwärtigen:

• Beschränken Sie jetzt Forderungen auf das Notwendigste (zB. Körperpflege auch mal ausfallen lassen oder ausnahmsweise den Pyjama tagsüber anlassen, nicht auf perfekte Tischmanieren bestehen, ...).

• Vermeiden Sie Diskussionen und bestehen Sie nicht auf die Wahrheit. Zwei Meinungen können nebeneinander Platz haben.

• Verlassen Sie den Raum, bevor es zu „explosiv“ wird. Atmen Sie bewusst durch. Am besten einen tiefen Zug Frischluft nehmen.

• Schaffen Sie Ablenkung durch gezielte Beschäftigung.

• Machen Sie für sich Entspannungsübungen. Auch dazu gibt es viele Anleitungen im Internet.

• Bewegung hilft, Stress abzubauen.

• Körperliche Nähe und Zuwendung vermittelt Sicherheit und bringt sie wieder näher zusammen.

Es ist zutiefst verständlich, dass es nicht immer leicht fällt Ihrem betroffenen Partner Geduld und Liebe zu geben. Es sind so viele Veränderungen, die es einem schwer machen, zu akzeptieren. Aber Wissen über Demenz und eine positive Grundeinstellung hilft:

  1. Schauen Sie auf die Dinge, die Ihr Partner noch kann. Nicht immer auf das, was nicht mehr geht.
  2. Wichtig! Sie müssen nicht alles alleine machen. Bauen Sie ein Netzwerk auf. Holen Sie sich Hilfe und handeln Sie, bevor Ihnen die Decke auf den Kopf fällt.
  3. Seien Sie versichert. Das Zitat von Carl W. Buechner stimmt:

    „Menschen mögen vergessen, was du ihnen gesagt hast, aber sie erinnern sich immer daran, welches Gefühl du in ihnen ausgelöst hast.“

 

 

 

 

Tag 08 - 03.04.2020 - Reisen im Kopf

Gerlinde Schachinger, MAS Demenztrainerin, MAS Alzheimerhilfe

Reisen im Kopf und dem Finger auf der Landkarte

Nehmen Sie eine  Landkarte oder Atlas zur Hand. Heute reisen sie gemeinsam im Kopf und per Finger auf der Landkarte.

  • Suchen Sie Länder, Städte und Orte (wo sie aufgewachsen sind, wo sie hingereist sind, Traumländer)?
  • Vielleicht haben Sie sogar noch Bilder dazu?
  • Man kann auch zu den Ländern die man besucht hat oder kennt, sich Musik dazu anhören.
  • Mit dem Thema Reisen lässt sich an vieles an vergangene Zeiten anknüpfen (Essen, Kleidung, Erlebnisse…)

Auch hier gilt. Es soll kein Abfragen oder testen sein und werden. Sie reisen gemeinsam im Kopf am Globus, im Atlas, im Kopf, am Bildschirm…Bilder, Musik,…alles, was sie gemeinsam reisen lässt ist gut.
Tipp:
Urlaub wie er früher war mit Menschen mit Demenz ist möglich. Die MAS Alzheimerhilfe weiß wie! www.alzheimerurlaub.at, Tel. 06132/21410.

 

 

 

 

 

Tag 7 - 02.04.2020 - Ich sortiere meine Fotos

Krisentipp von Carmen Viereckl - Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der …

Fast jeder, der mich kennt, weiß um meine große Leidenschaft: Pferd und Reiten! Seit 2,5 Jahren begleitet mich meine Maus jetzt schon und in dieser Zeit sind viele, viele Fotos entstanden! Die meisten davon habe ich digital auf dem PC oder am Handy gespeichert, aber einige flattern auch ausgedruckt und entwickelt in der Wohnung herum. Ständig nehme ich mir vor, diese mal zu sortieren, auszumustern, zu entwickeln, einzukleben. Doch nie komme ich dazu. Bis jetzt! Die Krise als Chance!
Haben Sie nicht auch solche Vorhaben zu Hause, die Sie schon ewig vor sich herschieben? 
Die Durchsicht alter Bilder weckt Erinnerungen und schafft viel Gesprächsstoff und durch das Einkleben, sortieren und Beschriften der Fotos in Alben werden nebenbei auch noch die Feinmotorik und Alltagsfähigkeiten trainiert! Nutzen Sie diese Chance!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 6 - 01.04.2020 - Mit Hund oder Ohne

Krisentipp von Karin Laschalt, Leiterin aller Demenzservicestellen der MAS Alzheimerhilfe

„Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund“ (Hildegard von Bingen)

Tagestipp mit Hund:
Haustiere haben oft eine besondere Wirkung auf Menschen,- und speziell auch auf Menschen mit Demenz. Einen Hund oder eine Katze zu streicheln, beruhigt meist sofort. Oder Vögel zu beobachten und ihrem Gesang zuzuhören, kann die Laune sehr schnell heben. Ich hatte einmal eine Gruppe von Rennmäusen, diese zu beobachten war wie fernsehen. Auch meine Gruppe von Riesenkaninchen hat – genauso wie ich - Freude daran, wenn ich mir Zeit nehme und ihnen einen besonderen Leckerbissen in ihr Freigehege im Garten bringe.
Jetzt habe ich ein wenig mehr Zeit als sonst, mich meinen geliebten „Kindern auf vier Beinen“ zu widmen. Meine beiden Hunde probieren gerne ein paar Tricks im Austausch gegen besonders gute Leckerlis.
Also: Wenn Sie auch einen Hund zu Hause haben, könnten Sie sich gemeinsam mit Ihrem betroffenen Angehörigen vornehmen, dem Hund etwas Neues zu lernen: zB. dass er mit der Nase auf die Handfläche oder das Knie des Betroffenen stupst. Dazu hilft es, ein wenig Leberstreichwurst auf die Hand oder das Knie zu streichen. Wenn er die gewünschte Handlung ein paar Mal geschafft hat, kann man die Leberwurst einmal weglassen und den Hund auffordern zu stupsen. Auch hier gilt: loben, loben, loben. Beim nächsten Mal gibt’s dann wieder die leckere Belohnung. Dies kann ein guter Zeitvertreib sein und das gemeinsame Erfolgserlebnis macht Hund und Mensch Freude. Kleine Missgeschicke (wenn der Hund sich die Leckerei vielleicht stibitzen möchte) bringen sicher alle zum Lachen.



Tagestipp ohne Hund: Entdecken Sie Ihre Umgebung
Öffnen Sie ganz bewusst das Fenster und lauschen dem Vogelgezwitscher. Was hören Sie? Ein Vogel? Welcher? Mehrere? Wenn Sie ein Stück Natur vor Ihrem Haus haben, halten Sie Ihre Augen offen, ob ein Eichhörnchen, eine Maus oder vielleicht eine Nachbarskatze vorbeiläuft. Wenn Sie selbst eine Katze haben, streicheln Sie sie ganz bewusst (und nicht nur so nebenbei) und besprechen Sie mit Ihrem Partner/Elternteil die schöne Fellfarbe oder wie weich die Katze sich anfühlt, wie laut man das Schnurren hören kann oder spüren, wie sich das Schnurren anfühlt wenn man die Katze dabei berührt.
Oder aber erfreuen sich über eine Tiersendung im Fernsehen (oder im Internet). Sehen Sie, was es zu entdecken gibt.


 

 

Tag 5 - 31.03.2020 - Das Problem mit dem Hinausgehen

Maga. Stefanie Plötzeneder
Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin

Das Problem mit dem Hinausgehen
Wenn zum Beispiel der starke Wunsch da ist, das Haus zu verlassen, kann eine gemeinsame kurze Runde ums Haus und anschließend Ablenkung helfen. Lange draußen bleiben soll man vernünftigerweise derzeit nicht. Da bei unseren Klienten das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist, sollten Betreuungspersonen empathisch auf den Menschen  mit Demenz eingehen und können ihn so auch wieder aus der Aktion heraus begleiten. Wenn man es schafft, die Person abzulenken, hat man schon gewonnen. Dann ist das Hinausgehen im nächsten Moment kein Thema mehr. Zum Beispiel könnten auf dem Weg zur Haustüre interessante Dinge deponiert werden, die von dem Vorhaben des Hinausgehens ablenken könnten (Bücher, Gegenstände die der Betroffene mag,…). Ein allgemeingültiges Rezept gibt es aber nicht, da jeder Betroffene trotz „gemeinsamer“ Erkrankung eine eigene Persönlichkeit hat. Das Weglaufen ist für den Menschen mit Demenz häufig eigentlich ein Hinlaufen, diese Personen suchen meist Halt und Sicherheit.

Für so spezielle Situationen ist es gut und wichtig die Biografie der betroffenen Person aber auch deren Demenzstadium zu kennen. Ablenken, ausreichend beschäftigen, gemeinsam hinausgehen, sich körperlich betätigen kann helfen.
Ansonsten sollte die Erklärung zur derzeitigen Situation  dem Demenzstadium angepasst sein. In einem frühen Stadium ist eine fachliche Erklärung noch gut: „Es gibt eine spezielle Erkrankung, einen Virus. Wir müssen Herrinnen bleiben.“
Bei fortgeschrittenem Stadium ist es vergleichbar, wie wenn man es einem Kind erklären würde. „Viele Menschen sind krank. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht anstecken. Wir müssen Abstand halten.“
Oder aber nachdem viele Angehörige zu Hause sind und jetzt mehr Zeit haben, kann diese Zeit bewusst genutzt werden, um gemeinsam Spaziergänge zu machen, sich zu beschäftigen und ein wenig auszupowern.“


 

 

 

Tag 4 - 30.03.2020 - Stadt, Land, ...

Krisentipp von DSA Maria Reitner, Sozialarbeiterin

Wir spielen gemeinsam Stadt – Land
Wir alle kennen dieses Spiel aus unserer Kindheit. Laut Geschichte gibt es das Spiel seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie haben es vermutlich schon länger nicht gespielt. Es lässt sich gut spielen, auch mit mehr Personen. Sie brauchen nur ein Blatt Papier und einen Stift. Und den Schwierigkeitsgrad bestimmen Sie selbst. Legen Sie gemeinsam die Kategorien fest. Stadt, Land, Fluss, Prominente Stars, Vornamen, Blumen….Was auch immer Sie wollen Bspl:


Stadt

Land

Tier

Vorname

Blume

Star

 

 

 

 

 

 

 

Eine Spielmöglichkeit. A) Starten Sie bsplw. mit dem Vornamen ihres Anfangsbuchstaben ihres Vornamens. B) Legen Sie die Buchstaben einfach fest C) Sie spielen das Alphabet gedanklich durch. Das Gegenüber sagt Stopp. Bei dem Buchstaben bei dem Sie gedanklich angelangt sind, der wird der Buchstabe für das Spiel.

Für mich wäre das zB: MARIA. Also M. Stadt: München, Land: Marokko, Tier: Maus, Vorname: Maria, Blume: Maiglöckchen, Star: Mozart….

Abwandlung:
Sie schreiben ein Wort auf. Nun machen Sie aus den einzelnen Buchstaben des Wortes wieder ein neues Wort. Bspl. CORONA
C … Cabanossi
O…Oma
R… Renntier
O…Ofen
N…Nordpol
A…Amsel

Es geht hier nicht um einen Wettbewerb. Sie können auch gemeinsam die Aufgaben lösen. Wichtig ist nur: eine gute Zeit miteinander haben.

 

 

 

Tag 3 - 29.03.2020 - Beweg Dich!

Krisentipp von Mag.a Carmen Viereckl, Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin

Und dein Gehirn sagt Danke!

Sport und Bewegung sind in jeder Lebensphase wichtig zur Erhaltung der Gesundheit und wie neueste Forschungsergebnisse immer wieder beweisen: zur Förderung der geistigen Fähigkeiten. Auch wenn man die Wohnung nicht verlassen kann oder soll, viele Veranstaltungen und Angebote abgesagt und Einrichtungen vorübergehend geschlossen wurden, sollte man auf ausreichend Bewegung im Alltag achten. Wir empfehlen:  30 Minuten täglich (ein schönes Ziel!).
Bewegen kann man sich auch zu Hause und auch, wenn man wenig Platz in der Wohnung hat!
Wenn Sie einen Computer haben, können Sie viele Trainingsprogramme, Turn- und Yoga-Übungen, … für alle Altersklassen und Fitnesslevels über YouTube anschauen und mitmachen. Aber auch ohne technische Unterstützung gelingt ein Training zu Hause. Vielleicht waren Sie mal auf Reha oder Kur oder haben eine Physiotherapie besucht? Schauen Sie in den Unterlagen dazu nach, vielleicht haben Sie Anleitungen für gesundheitsfördernde Übungen für zu Hause mit bekommen, die sie nun wieder ausprobieren können? Gehen Sie dazu am besten auf den Balkon, die Terrasse oder zu einem offenen Fenster. Atmen Sie bewusst die frische Luft ein und genießen Sie die Sonne auf der Haut!

Zu dem Thema gibt es auch einen Buchtipp: Beweg dich! Und dein Gehirn sagt Danke. (Manuela Macedonia, Verlag Brandstätter) Und unterstützen Sie bitte Ihre BuchhändlerIn ums Eck.

 

 

 

 

Tag 2 - 28.03.2020 - Immer Frontal ansprechen

Felicitas Zehetner, Obfrau und Gründerin der MAS Alzheimerhilfe

„Sich beim Sprechen zeigen, nicht von hinten anreden. Sprechen Sie die Person von vorn oder von der Seite an, niemals von hinten“, ist ein wichtiger Tipp im Umgang und der Kommunikation mit Menschen mit Demenz. Sie vermeiden so ein Erschrecken. Ebenso macht es keinen Sinn über eine Distanz hinweg zuzurufen. Das „Ich bin eh da“ oder was auch immer die Botschaft ist, kann von der/die Betroffenen nicht zugeordnet werden.

Kommen Sie gut durch diese herausfordernde Zeit.


Ihre Felicitas Zehetner

 




Tag 1 - 27.03.2020 - Gemeinsam durch die Krise

Gemeinsam durch die Krise
Täglich gibt es einen Tipp des Tages. Wir wollen Ihnen damit zur Seite stehen, Ihnen Mut machen und Sie ein wenig durch die Krise leiten.Tipps, Übungen, Ideen wie Sie gemeinsam eine gute Zeit haben können.
Bleiben Sie daheim. Bleiben Sie gesund.









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