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MAS Tipps

Zahlreiche Tipps und Ratgeber haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Folgende Kategorien finden Sie auf dieser Seite:

1.) Tipps im Umgang mit Menschen mit Alzheimer
2.) Unsere aktuelle Broschüre zum Download
3.) MAS Tipps

 

1. Tipps im Umgang mit Menschen mit Alzheimer

Leider gibt es keine allgemeingültigen Rezepte für den Umgang mit Menschen mit Demenz. Einige Verhaltensregeln haben sich jedoch in vielen Familien bewährt und können das Leben vereinfachen. Im Folgenden finden Sie 10 Empfehlungen, die im Umgang mit Personen mit Demenz hilfreich sein könnten. Für weitere Tipps und Umgangsmöglichkeiten, vereinbaren Sie sich einen persönlichen Beratungstermin in der zuständigen Demenzservicestelle.


1. Information
Informieren Sie sich gründlich über das Thema Alzheimer. Was sind die Ursachen? In welchen Stadien verläuft sie? Welche Vorkehrungen sollten Sie in Ihrer Wohnung treffen, um Unfälle zu verhindern? Je mehr Sie über die Erkrankung wissen, desto sicherer sind Sie im Umgang mit dem Erkrankten. Die MAS Alzheimerhilfe bietet diverse Ratgeber und Broschüren an, die Sie bestellen können. Tel: 0043 (0)6132 21410 oder alzheimerhilfe@mas.or.at.


2. Akzeptanz
Versuchen Sie nicht mit allen Mitteln, auf den Betroffenen einzuwirken und ihn zu ändern. Nehmen Sie den Menschen mit Demenz so an wie er ist. Durch die Veränderungen in seiner geistigen Leistungsfähigkeit und Wahrnehmung lebt der Betroffene mehr und mehr in seiner eigenen Welt. Dem Betroffenen ist es oft nicht mehr möglich, langfristig aus dieser Welt „aufzutauchen“. Um weiterhin ein respektvolles Miteinander ermöglichen zu können, ist es oft notwendig, in die Welt des Erkrankten „einzutauchen“.


3. Eigenständigkeit
Halten Sie seine/ihre Eigenständigkeit so weit und so lange wie möglich aufrecht. Geben Sie Ihrem Angehörigen ein Maximum an Sicherheit, aber lassen Sie ihn auch gewähren und genießen. Für sein Selbstwertgefühl braucht er eigene Erlebnis- und Aktivitätsräume - das heißt, wenn er bestimmten Aufgaben im Haushalt oder bei der Körperhygiene noch nachkommen kann, dann lassen Sie ihm diese. Sichern Sie mögliche Gefahrenquellen wie Gas- oder Elektrogeräte, Treppen und glatte Badewannen. Bedenken Sie außerdem: Leben ist immer mit Risiko verbunden. Finden Sie einen vernünftigen Kompromiss zwischen Sicherheit und Freiheit.


4. Kontinuität und Tagesstruktur
Behalten Sie liebe Gewohnheiten bei. Vertraute Menschen, Dinge und Erinnerungsstücke an die gemeinsame Vergangenheit sind für Demenz-Kranke wichtiger als die Gegenwart, in der sie sich nicht mehr zurechtfinden.
Besonders wichtig ist eine klare Tagesstruktur: Menschen mit Alzheimer finden sich besser zurecht, wenn sie zu regelmäßigen Zeiten morgens aufstehen und abends zu Bett gehen. Die Mahlzeiten sollten möglichst jeden Tag zur selben Zeit eingenommen werden. Ebenso empfehlenswert ist ein täglicher Spaziergang zu selben Zeit oder ein Besuch bei Freunden.
Das richtige Maß an Aktivität und Pausen gibt dem Tag eine Struktur, die das Vor-sich-hin-Dösen aus Langeweile verhindert. Denn das gäbe den Nervenzellen nur die Information: Kein Grund, sich anzustrengen.


5. Einfachheit, Klarheit
Menschen mit Alzheimer brauchen eine einfache, überschaubare und unkomplizierte Umwelt. Bringen Sie in der Wohnung Hinweisschilder, farbige Kennzeichnungen und gut lesbare Uhren und Kalender an. Sorgen Sie für ausreichende Beleuchtung in allen Räumen.
Schreiben Sie wichtige Mitteilungen nur in kurzen, verständlichen Sätzen. Verzichten Sie auf abstrakte Begriffe. Dies gilt auch für die mündliche Kommunikation.
Gestalten Sie die Räume frei und offen, ohne verwirrende optische Reize.


6. Blicke, Gesten und Berührungen
Suchen Sie den emotionalen Kontakt über Blicke, Gesten und Berührungen. Versuchen Sie auch einmal ohne Worte zu kommunizieren, wenn die sprachliche Verständigung immer schwieriger wird. Sie vermitteln so das Erlebnis von Nähe zwischen zwei Menschen und fördern die Speicherung von Informationen im Gehirn. Jede Information, die mit Gefühlen einhergeht, wird besser behalten.


7. Keine Verbote
Menschen mit Demenz stoßen oft an Grenzen und Ablehnungen, die sie kränken und nur schwer zu verarbeiten sind. Schlagen Sie Alternativen vor, statt Nein zu sagen. Dabei ist Ihre Fantasie gefragt.


8. Vermeiden Sie unsinnige Wortgefechte
Oft ist man dazu geneigt, der betroffenen Person wieder und wieder zu erklären, dass seine Vorstellung der Dinge falsch ist. Das führt zumeist zu mehr oder weniger heftigen Konflikten und verschärft die Situation oft zusätzlich. Vermeiden Sie daher unnötige Wortgefechte und versuchen Sie, Konflikte durch Ablenkung und Zuwendung zu lösen oder schon im Vorfeld zu vermeiden.


9. Gelassenheit
Reagieren Sie gelassen auf Ängstlichkeit oder Aggressivität Ihres Angehörigen und nehmen Sie sie nicht persönlich. Meistens sind die Betroffenen nur ratlos oder verunsichert - und wollen Sie keinesfalls kränken oder schikanieren.


10. Denken Sie auch an sich selbst
Haushalten Sie mit Ihren Kräften. Wenn Sie sich Erholungspausen verschaffen oder Ihren eigenen Interessen nachgehen, ist das kein Grund für Schuldgefühle. Nur, wenn Sie sich selbst wertschätzen und pflegen, haben Sie ausreichend Energie, um Ihre Angehörigen auch über einen längeren Zeitraum versorgen zu können.
Holen Sie sich Hilfe von außen. Das ist kein Eingeständnis von Unzulänglichkeit und Hilflosigkeit, sondern ein Zeichen von Stärke. Gespräche mit anderen Angehörigen, zum Beispiel in Selbsthilfegruppen geben Anregungen und neuen Mut. Die MAS Alzheimerhilfe bietet Ihnen ein reichhaltiges Entlastungsprogramm.

 

2. Unsere aktuelle Broschüre

Hier finden sie unsere aktuelle Broschüre mit vielen Informationen und Nützlichem.
Zur Broschüre gibt es auch noch ein Einlegeblatt welches Sie hier downloaden können.

 

3. MAS Tipps

Die MAS Alzheimerhilfe legt eine Infoblattserie auf. Erhältlich unter alzheimerhilfe@mas.or.at, 06132/21410 oder gleich zum Download.

Infoblatt Nr. 10: Demenz: Dem Umfeld die Berührungsangst nehmen
Infoblatt Nr. 09: Das Erinnerungsalbum
Infoblatt Nr. 08: Ein Notfallplan
Infoblatt Nr. 07: Leitfaden Wie Angehörige von Menschen mit Demenz für die Zukunft vorsorgen können. Ein Leitfaden gibt Sicherheit
Infoblatt Nr. 06: Adventszeit und Weihnachten mit Menschen mit Demenz feiern
Infoblatt Nr. 05: Mit Alzheimer weiter Auto Fahren?
Infoblatt Nr. 04: Aktiv-Tipps der MAS Alzheimerhilfe für Menschen mit Demenz
Infoblatt Nr. 03: Ich bin 65 Jahre alt und vergesse in letzter Zeit vermehrt Dinge...
Infoblatt Nr. 02: Der richtige Umgang mit der Diagnose Demenz
Infoblatt Nr. 01: Weihnachten feiern mit Menschen mit Demenz

Linie Punktiert MAS Alzheimerhilfe Bad Ischl

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