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Forschungsprojekte der MAS Alzheimerhilfe (für Betroffene und Angehörige)

„Die Demenz/Alzheimer-Forschung ermöglicht Perspektiven und Lebensqualität und gibt betroffenen Familien Zuversicht."

Univ. Profin Drin Stefanie Auer
(Demenzprofessorin an der Donau-Universtität Krems und wissenschaftliche Leiterin der
MAS Alzheimerhilfe)

 

 

 

 

 

 

 

Psychosoziale Forschung
Langzeitdatenbank
Demenzservicestelle
Stadienspezifisches Training/ Stadien-Modell
E-learning Modell „Einsatz Demenz“
Gedächtnisparcours
Power-Gedächtnistraining

 

Psychosoziale Forschung

Die MAS Alzheimerhilfe hat das Ziel, die Welt für Menschen mit Demenz und deren Angehörige in unserer Gesellschaft zu verbessern. Menschen mit Demenz sollen in Zukunft verstärkt integriert werden und damit wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft bleiben. Ein vielversprechender Ansatz und Arbeitsmethode der MAS Alzheimerhilfe ist die Frühdiagnose und frühzeitig ansetzende psychosoziale Unterstützung. Psychosoziale Unterstützung bewirkt, dass die Krankheitssymptome abgemildert werden und Menschen länger zu Hause leben können.

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Langzeitdatenbank

Adaptierung und Weiterentwicklung der MAS Langzeitdatenbank für Personen mit Demenz und deren Angehörigen
Langzeitdatenbanken liefern wichtige Informationen über die Wirksamkeit von Therapien. Sie geben Auskunft darüber, für wen welche Therapie sinnvoll ist.  Die MAS Alzheimerhilfe hat bereits 2001 eine Datenbank aufgebaut und verfügt mittlerweile mit mehreren tausend Datensätzen über die breiteste MAS Datenbank in Österreich. Diese Daten sind Grundlagenbasis für die Arbeit der MAS Alzheimerhilfe.

Der Aufbau der Datenbank erfolgte mit finanzieller Unterstützung des Bundesministerium für Soziales sowie des Landes Oberösterreich.

 

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Die Demenzservicestellen – Konzept

Das Modell der Demenzservicestelle wurde in 2 Projektphasen entwickelt. Projektphase 1: Entwicklung der Bausteine des Modells ( Förderung der Betroffenen durch ein stadiengerechtes Training und die Unterstützung der Angehörigen). Projektphase 2: Wirksamkeitsprüfung und die Ausrollung des Modelles auf 6 Standorte. Das Ziel des Projektes war der Aufbau eines psychosozialen Betreuungsprogrammes zur Unterstützung der ärztlichen Versorgung und Früherkennung dementieller Erkrankungen im Bezirk Gmunden/Oberösterreich. Die Studie war für 3.5 Jahre geplant.

In einem Screeningprozess wurden Risikopatienten anlässlich eines Arztbesuches identifiziert. Anschließend erfolgte eine umfangreichere Testung zur Klärung der Frage, ob das kognitive Defizit signifikant ist oder nicht (Mild cognitive impairment, MCI vs. beginnende Demenz). Personen mit signifikanten kognitiven Beeinträchtigungen wurden zu einer fachärztlichen Abklärung eingeladen. Die Patienten erhielten somit früher die richtige pharmakologische Behandlung. Die fachärztlich untersuchten und diagnostizierten Personen wurden in ein psychosoziales Betreuungsprogramm eingebunden. Personen mit MCI wurden in Abständen eines Jahres testpsychologisch untersucht und konnten beim Übertritt in eine Demenz frühzeitig erkannt und einer medizinischen Abklärung zugeführt werden.


Projektzeitraum

Projektphase 1:
2002 – 2005 „Gesund Länger Pflegen“ Projektnummer: 599/III/83

Projektphase 2:
2008-2010 „Strukturbildendes Projekt zur Versorgung von Personen mit Demenz und deren Angehörigen“ Projekt Nummer: 1481/III/2

Projektphase 3:
2010 – laufend: Etablierung der Struktur; größtmögliche Verbreitung

 

 

Das Modell der DSS ist mit Mitteln des Landes Oberösterreich und des Fonds Gesundes Österreich grundfinanziert.
Die Niederschwelligkeit der Strukturder Demenzservicestellen ist sowohl für die Früherkennung, als auch für die Verhinderung der frühzeitigen Institutionalisierung von großer Bedeutung. Viele Familien sind durch die ersten Symptome einer Demenzerkrankung stark verunsichert und wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen, um die Würde ihres Angehörigen zu wahren. Die medizinischen Strukturen erscheinen vielen Familien als zu hohe Barrieren, um diesen ersten Schritt von der Befürchtung in die Gewissheit zu wagen. In diesem Zustand der Verunsicherung vergehen viele wichtige Lebensmonate und -jahre, in denen bereits Klarheit und ein Zukunftsplan wesentlich zu einer verbesserten Lebensqualität beitragen können. Hier ist ein leicht erreichbarer verständnisvoller Ansprechpartner nötig, der auch bei Bedarf anonym spezialisierte Informationen zur Verfügung stellt und individuell auf die Bedürfnisse der Familie eingehen kann. Die Niederschwelligkeit ist auch im Krisenfall von Bedeutung. Krisen sind oft gekennzeichnet durch akut auftretende Verhaltensänderungen und entsprechende interpersonelle Konflikte, die ohne Interventionen zu einer Eskalation der Situation zu Hause und zu einer frühzeitigen Institutionalisierung der Person mit Demenz führen kann.

Die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sind in den verschiedenen Stadien der Krankheit unterschiedlich. Nur eine Struktur, die flexibel auf diese Bedürfnisse eingehen kann, wird von den Familien langfristig in Anspruch genommen. Sowohl die Förderung von Menschen mit Demenz als auch die Ausbildungsmodule und Angehörigengruppen sind stadiengerecht geführt. Im Rahmen des Modells der Demenzservicestelle wird die international anerkannte 7-stufige „Global Deterioration Scale“ (GDS; Reisberg, 1982) als theoretische Grundlage zur Entwicklung verschiedener Handlungskonzepte verwendet.

 

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Stadienspezifisches Training

Das stadienspezifische retrogenetische Trainingskonzept für Personen mit Demenz wurde als Trainingskonzept entwickelt, das neben intellektuellen Funktionen auch körperliche Fitness trainiert und die Krankheitsverarbeitung vom individuellen Leistungsniveau ermöglicht.


Die 7 Stadien einer Demenz
Im Verlauf einer Demenz nimmt das Ausmaß der kognitiven Beeinträchtigung und damit auch der benötigten Unterstützung im Alltag bzw. bei der Pflege zu. Daneben verändern sich auch die Symptome der Erkrankung. Entgegen vieler Annahmen sind es in der Regel die Betroffenen selbst, die erste krankheitsbedingte Veränderungen bemerken, auch lange bevor es dem Umfeld bewusst wird. Die vom bekannten Alzheimer-Forscher Barry Reisberg beschriebenen Stadien ermöglichen ein besseres Verständnis der Krankheit.

Stadium 1 beschreibt die normale Funktion der geistigen Leistungsfähigkeit. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass die meisten älteren Menschen keine Probleme mit ihrem Gedächtnis haben. 

Stadium 2 beschreibt subjektive Beschwerden, es besteht jedoch keine Demenz. Prophylaxe-Training beginnt in diesem Stadium.

In Stadium 3 bemerkt das Umfeld erste Ausfälle.  Auch depressive Symptome können hier auftraten. Der Beginn einer Demenz wird durch den Eintritt in das Stadium 4 gekennzeichnet. Die Defizite beginnen in diesem Stadium, die selbstständige Bewältigung der Alltagsfunktionen zu beeinträchtigen. Zum Beispiel kann es zu Schwierigkeiten beim Kochen, beim Umgang mit Geld oder bei der Bedienung von Elektrogeräten kommen.

Ab dem Stadium 5 hat eine Person mit Demenz Probleme, den Alltag ohne direkte Hilfestellungen würdevoll zu bewältigen. Jahreszeitliche Veränderungen werden oft nicht mehr erkannt und die Körperhygiene lässt nach.

Das Stadium 6 führt zu  einem Verlust der Fähigkeit, grundlegende Tätigkeiten des täglichen Lebens ausführen zu können. Eine andere Person ist rund um die Uhr zu Begleitung nötig. Personen haben in diesem Stadium Probleme sich selbstständig anzuziehen, die Körperpflege und den Toilettengang durchzuführen. Am Ende dieses Stadiums sind betroffene Personen inkontinent. Der Verlust der sprachlichen Fähigkeiten und der Beweglichkeit erfolgt im letzten Stadium der Krankheit:

Stadium 7. Durch geeignete Stimulation und Training kann die Bettlägerigkeit lange Zeit verhindert und so Lebensqualität gewonnen werden. In der Literatur werden Zeitspannen beschrieben, wie lange eine Person im Durchschnitt ohne Behandlung in den jeweiligen Stadien verweilt. Stadium 4 wird mit durchschnittlich 2 Jahren angegeben. Stadium 5 mit 1,5 Jahren, Stadium 6 mit 2,5 Jahren und das Stadium 7 kann bei gutem Allgemeinzustand sowie guter Pflege und Betreuung  an die zehn Jahre und  länger dauern.

Das bringt stadienspezifische Sichtweise der Demenz in der Praxis
Dieses Konzept wurde bei der Entwicklung des therapeutischen Programmes als Grundlage verwendet. Eine Person am Beginn der Krankheit, die eventuell noch im Arbeitsprozess integriert ist und eine Familie zu versorgen hat, stellt andere Anforderungen an ein therapeutisches Konzept als eine Person am Ende der Krankheit, die Probleme hat, sich verbal auszudrücken und vollständig von der Kompetenz der Umgebung abhängig ist, um überleben zu können.

Um eine bestmögliche, stadienspezifische Förderung garantieren zu können, ist vor Trainingsbeginn eine kostenlose psychologische Abklärung notwendig.

Ziele des MAS Demenztrainings:
Stadiengerechte retrogenetische Förderung

• Vorhandene Fähigkeiten sollen möglichst lange aufrecht erhalten werden
• Einer beginnenden Vergesslichkeit kann entgegengewirkt bzw. das Fortschreiten der Erkrankung verzögert werden
• Entlastung der Angehörigen
• Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen

Es gibt Hinweise darauf, dass bei frühzeitigem Ansetzen der Thera­pien die einzelnen Stadien in ihrer Dauer verdoppelt werden kön­nen. Vor allem bei einem frühen Therapiebeginn bedeutet das, dass die frühen Phasen verlängert und die späten, pflegeintensi­ven Phasen verkürzt werden.

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E-Learning

E-Learning bedeutet eine wesentliche Bereicherung der traditionellen Bildungsformen und ist wesentlich kostengünstiger als Anwesenheitsschulungen. Die Entwicklung der Wissensgesellschaft in unserer Zeit erfordert, dass der Einzelne seine Perspektiven des Lernens weiterentwickelt und hierzu orts-und zeitunabhängig die Möglichkeit dazu hat. Die autonome Persönlichkeit mit der Fähigkeit selbst organisiert zu Lernen ist dabei Maßstab. Die MAS Alzheimerhilfe hat in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres (SIAK) in Linz und Wien sowie der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA) ein E-learning Modell speziell für die Schulung von PolizistInnen erarbeitet. Das Ziel des Projektes „Einsatz Demenz“ war die Erstellung eines interaktiv-gestalteten internetbasierten Lernprogramms für Polizisten. Auf der Basis von Fokusgruppen Interviews wurden drei Lernmodule entwickelt, die inhaltlich auf mögliche Situationen im Arbeitsalltag der PolizistInnen abgestimmt wurden, und sich nach den verfügbaren Zeit Ressourcen der Polizisten richten. Das Lernprogramm steht allen Polizisten über das Intranet zur Verfügung und kann bei Bedarf jederzeit wieder abgerufen werden.

Technisch wurde dieses E-Learning-Modell im BMI vom Zentrum für Ressourcensteuerung und Unternehmensqualität, Fachbereich E-Learning, durch das Lernportal SIAK-Campus realisiert.

Es ermöglicht den Lernenden,

  • sich zeit- und ortsunabhängig praxisrelevantes Wissen durch kurze, modulare Lerneinheiten anzueignen,
  • sich mit Kolleginnen und Kollegen sowohl in öffentlichen als auch privaten Foren sowie Chats über den Lernstoff auszutauschen und
  • ein gemeinsames Wissensarchiv mit  Downloads, Lexikon, Links, Termine, und FAQs (häufig gestellte Fragen) zu zentralen Fachbereichen der Sicherheitsexekutive und -verwaltung aufzubauen
  • sehr kompakt und relativ schnell eine gewisse Grundkompetenz im Umgang mit Menschen mit Demenz zu erhalten und gewisse Kommunikations-und Situationsprobleme lösen zu können.

Dieses E-learning Modell ist auch für andere Berufs-und Einsatzgruppen adaptierbar (Handel, Blaulichtorganisationen, Banken,…)

 

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Gedächtnisparcours

Die MAS Alzheimerhilfe hat in Zusammenarbeit mit der HLW Bad Ischl einen Gedächtnisparcours mit sieben Stationen (Informationstafeln) ausgearbeitet, wo jede/r (egal welche Altersgruppe) – im Rahmen eines Spaziergangs- nach seinem Tempo seine/ihre geistige Fitness überprüfen und fördern kann.
Bewegung
Konzentration
Kurzzeitgedächtnis
Langzeitgedächtnis
Logik & Rechnen
Wahrnehmung
Wortfindung

Der Parcours befindet sich in Bad Ischl in der Hasner Allee, ist aber auch für andere Gemeinden adaptierbar.

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Power Gedächtnistraining

Gemeinsam gegen das Vergessen – die MitarbeiterInnenvorsorge
Wir kommen in Ihr Unternehmen. Schulen Ihre MitarbeiterInnen im Umgang mit Menschen mit Demenz (Achtung: begrenzte TeilnehmerInnenzahl) und bieten Ihnen ein 2 Stunden-Power Gedächtnistraining.
Mehr Information: Klicken Sie hier

 

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Linie Punktiert MAS Alzheimerhilfe Bad Ischl

Helfen Sie
uns helfen!
VR MAS Alzheimerhilfe Bad Ischl Oberösterreich
Ihre Mitgliedschaft zeugt von Solidarität und bringt Hilfe! Alzheimer kann jederzeit jeden von uns treffen. Die betroffenen Angehörigen sind mit der Betreuung und Begleitung teilweise vollkommen überfordert und alleingelassen.
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