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Fax: 0043 (0)6132 21410 10
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www.mas.or.at
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Ein Projekt zur Früherkennung dementieller Erkrankungen.
Projektdauer: 2002-2005 Gefördert aus den Mitteln des Fonds
Gesundes Österreich.
 
Die Alzheimer’sche Krankheit bewirkt einen kontinuierlichen,
irreversiblen Verlust von Neuronen. Deshalb ist eine pharmakologische
Therapie dieser Krankheit am sinnvollsten am Beginn der Erkrankung.
Dasselbe gilt für nicht-pharmakologische Therapien (psychosoziale
Behandlung). Gezielt durchgeführte Entlastungsprogramme für
Angehörige können eine frühzeitige Institutionalisierung
des Patienten verhindern und der Patient kann länger zu Hause
gepflegt werden. Durch stadiengerechte Förderung kann die Selbstständigkeit
des Betroffenen länger erhalten bleiben. Derzeit werden betroffene
Personen beim Arzt in einem meist fortgeschrittenen Stadium vorstellig,
indem eine Behandlung nicht mehr optimal wirksam ist.
Das Ziel des abgeschlossenen Projektes war der Aufbau eines medizinischen
und psychosozialen Betreuungsprogrammes zur Unterstützung der
ärztlichen Versorgung und Früherkennung dementieller Erkrankungen
im Bezirk Gmunden/Oberösterreich. Die Studie war für 3.5
Jahre geplant.
In einem Screeningprozess wurden Risikopatienten anlässlich
eines Arztbesuches identifiziert. Anschließend erfolgte eine
umfangreichere Testung zur Klärung der Frage, ob das kognitive
Defizit signifikant ist oder nicht (Mild cognitive impairment, MCI
vs. beginnende Demenz). Personen mit signifikantem kognitiven Beeinträchtigungen
wurden zu einer fachärztlichen Abklärung eingeladen. Die
Patienten erhielten somit früher die richtige pharmakologische
Behandlung. Die fachärztlich untersuchten und diagnostizierten
Personen wurden in ein psychosoziales Betreuungsprogramm eingebunden.
Personen mit MCI wurden in Abständen eines Jahres testpsychologisch
untersucht und konnten beim Übertritt in eine Demenz frühzeitig
erkannt und einer medizinischen Abklärung zugeführt werden.
Das psychosoziale Programm bestand aus Angehörigengruppen und
Patientengruppen. Die Patientengruppen beschäftigten und förderten
die Patienten stadienspezifisch, d.h. die Betreuung und Beschäftigung
wurde dem intellektuellen Niveau angepasst um eine optimale Förderung
zu erzielen.
Das psychosoziale Betreuungsprogramm wurde einer Evaluation unterzogen.
Personen, die den Einschlusskriterien für die Studie genügten,
wurden zufällig zur Versuchs- und Kontrollgruppe zugewiesen.
Die Teilnehmer beider Gruppen wurden alle 6 Monate testpsychologisch
durch externe Beurteiler untersucht.
Kontakt: Dr. Stefanie Auer stefanie.auer@mas.or.at
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