Gesund Länger Pflegen
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Gesund Länger Pflegen
Ein Projekt zur Früherkennung dementieller Erkrankungen.
Projektdauer: 2002-2005 Gefördert aus den Mitteln des Fonds Gesundes Österreich.



Die Alzheimer’sche Krankheit bewirkt einen kontinuierlichen, irreversiblen Verlust von Neuronen. Deshalb ist eine pharmakologische Therapie dieser Krankheit am sinnvollsten am Beginn der Erkrankung. Dasselbe gilt für nicht-pharmakologische Therapien (psychosoziale Behandlung). Gezielt durchgeführte Entlastungsprogramme für Angehörige können eine frühzeitige Institutionalisierung des Patienten verhindern und der Patient kann länger zu Hause gepflegt werden. Durch stadiengerechte Förderung kann die Selbstständigkeit des Betroffenen länger erhalten bleiben. Derzeit werden betroffene Personen beim Arzt in einem meist fortgeschrittenen Stadium vorstellig, indem eine Behandlung nicht mehr optimal wirksam ist.

Das Ziel des abgeschlossenen Projektes war der Aufbau eines medizinischen und psychosozialen Betreuungsprogrammes zur Unterstützung der ärztlichen Versorgung und Früherkennung dementieller Erkrankungen im Bezirk Gmunden/Oberösterreich. Die Studie war für 3.5 Jahre geplant.
In einem Screeningprozess wurden Risikopatienten anlässlich eines Arztbesuches identifiziert. Anschließend erfolgte eine umfangreichere Testung zur Klärung der Frage, ob das kognitive Defizit signifikant ist oder nicht (Mild cognitive impairment, MCI vs. beginnende Demenz). Personen mit signifikantem kognitiven Beeinträchtigungen wurden zu einer fachärztlichen Abklärung eingeladen. Die Patienten erhielten somit früher die richtige pharmakologische Behandlung. Die fachärztlich untersuchten und diagnostizierten Personen wurden in ein psychosoziales Betreuungsprogramm eingebunden. Personen mit MCI wurden in Abständen eines Jahres testpsychologisch untersucht und konnten beim Übertritt in eine Demenz frühzeitig erkannt und einer medizinischen Abklärung zugeführt werden.

Das psychosoziale Programm bestand aus Angehörigengruppen und Patientengruppen. Die Patientengruppen beschäftigten und förderten die Patienten stadienspezifisch, d.h. die Betreuung und Beschäftigung wurde dem intellektuellen Niveau angepasst um eine optimale Förderung zu erzielen.
Das psychosoziale Betreuungsprogramm wurde einer Evaluation unterzogen. Personen, die den Einschlusskriterien für die Studie genügten, wurden zufällig zur Versuchs- und Kontrollgruppe zugewiesen. Die Teilnehmer beider Gruppen wurden alle 6 Monate testpsychologisch durch externe Beurteiler untersucht.

Kontakt: Dr. Stefanie Auer stefanie.auer@mas.or.at

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