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Aktuelle Forschung der MAS Alzheimerforschung


„The Czech-Austrian Long term Care Research Project“

Grenzüberschreitendes Projekt untersucht die Situation von Menschen in Pflegeheimen
Utl.: Data Science für die Demenzforschung in Österreich und Tschechien

Die Donau-Universität Krems, die Karls-Universität Prag und die MAS Alzheimerhilfe schließen gemeinsam bestehende Datenlücken zu Demenz. Anfang März startete das vom Wissenschaftsfonds (FWF) finanzierte, grenzüberschreitende Forschungsprojekt „The Austrian-Czech Institutional Long Term Care Project“. Das Österreichisch-Tschechische Pflegeheimprojekt erhebt medizinische und soziale Daten/Faktoren, die  die Situation von Menschen mit Demenz in Langzeitpflegeinstitutionen untersucht. Untersucht werden weiters die Situation der Pflegeteams und die Bedürfnisse der Angehörigen. Die Daten sollen dem Gesundheitssystem Fakten zur Entscheidungsfindung in der Zukunft liefern und den Weg für einheitliche Richtlinien ebnen.

Hintergrund:
Die Weltbevölkerung altert schnell. Assoziierte Krankheiten im Alter erhöhen auch die Nachfrage der Pflege und institutionellen langfristigen Pflege. Daher ist die Organisation der institutionellen Long Term Care (ILTC) eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit in allen Ländern auf der ganzen Welt. Es besteht ein großer Mangel an verfügbare Daten zur Grundlagenforschung in Österreich und der Tschechischen Republik, was informierte Entscheidungsfindung schwierig macht. Es wird geschätzt, dass beispielsweise nur etwa 30% der Personen mit Demenz eine medizinische Diagnose und eine geeignete Behandlung erhalten. Forschungsfrage: Dieses Projekt soll 4 Domains mit quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden ansprechen. (1) Wohnhaft bezogene Parameter wie Demenz und andere Erkrankungen und soziale Parameter; (2) Pflege-Team Parameter wie Last; (3) Parameter bezogen auf die Verwandten des Bewohners und (4) Umweltfaktoren der LTC Einrichtungen (Größe, Personal). Innovation: Die beiden beteiligten Arbeitsgruppen entwickeln mit ihrem Know-how des medizinischen und psychologischen Wissens ein gemeinsames Studienprotokoll und erstellen eine gemeinsame Datenbank. Methoden: In einem Querschnittdesign, werden etwa 5 Pflegeheime nach dem Zufallsprinzip in einem Schichtauswahlprozess aus den drei Kategorien von Pflegeheimen jeweils in Österreich und der Tschechischen Republik ausgewählt. Über 500 Personen in ILTC in jedem Land (Total N etwa 1000 Studienteilnehmer) sollen in der Studie auf Basis eines gemeinsamen Studienprotokolls, das medizinische und soziale Studienparameter vereinbart, teilnehmen. Die Daten werden in einer gemeinsamen Datenbank eingegeben und standardmäßig analysiert.
Durchgeführt wird das Forschungsprojekt unter gemeinsamer Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefanie Auer, Department für Klinische Neurowissenschaften und Präventionsmedizin der Donau-Universität Krems und Univ.-Prof. Dr. Iva Holmerova, Karls-Universität Prag sowie der MAS Alzheimerhilfe. Beide Teams bringen ihre medizinische und psychologische Expertise ein. Das Projekt soll bis 2018 abgeschlossen werden.

Projektzeitraum:
01.03.2016 bis 01.03.2018

Auftraggeber:
FWF Der Wissenschaftsfonds

Projektleitung:
Univ Prof. Dr. Stefanie Auer (Wissenschaftliche Leiterin MAS Alzheimerhilfe und Demenzforscherin Donau Universität Krems) und Univ. Prof. Dr. Iva Holmerova (Karls Universität Prag)

Weiteres Projektteam:
Radim Krupicka (Karls Universität Prag)
Mag. (FH) Edith Span: Koordination (MAS Alzheimerhilfe)
Bernadette Firlinger, MSc: Koordination (DUK)
Mag. Elisabeth Linsmayr: Psychologist (MAS);
Mag. Doris Prieschl: Psychologist (MAS Alzheimerhilfe)
Mag. Patrick Pascher: Database Manager (DUK; MAS) Krems)

Bad Ischl, März 2016

 


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